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8. Dezember 2010 Bürgerschaftsfraktion

Suizidversuch in Abschiebehaft

Nach Angaben der taz Hamburg hat letzte Woche ein zweiundzwanzigjähriger Roma in Abschiebehaft in der JVA Billwerder versucht sich umzubringen. Heute entscheidet das Amtsgericht über die Verlängerung der Abschiebehaft. "Angesichts der tragischen Vorfälle in Hamburger Abschiebgefängnissen und der Familiengeschichte des Betroffenen hätten die Behörden sensibilisiert sein müssen. Der Vater hat sich 2002 wegen der anstehenden Abschiebung verbrannt, der überlebende Teil der Familie wurde zwei Jahre später abgeschoben.

Es ist zudem nicht nachvollziehbar, warum Miroslaw R. in Abschiebehaft sitzt, obwohl gegenwärtig auf die Abschiebung von Roma verzichtet wird. Wir fordern eine umgehende Beendigung der unmenschlichen Abschiebehaft, die Freilassung aller Abschiebehäftlinge und die schnellstmögliche Aufklärung der genauen Umstände des tragischen Falles", erklärt der migrationspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE Mehmet Yildiz.