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8. Februar 2011 Jan van Aken

Sudan braucht deutsche Unterstützung

DIE LINKE gratuliert den Menschen im Süd-Sudan zu ihrem neuen, eigenen Staat. Es ist beiden Seiten, dem Norden wie dem Süden, zu verdanken, dass die Volksabstimmung über die Unabhängigkeit des Südens zum großen Teil friedlich verlaufen ist. Jetzt muss die Bundesregierung beide Länder auf dem Weg in ein friedliches Miteinander unterstützen“, kommentiert Jan van Aken den Abschluss des Referendums im Sudan zur Unabhängigkeit des Südens. Van Aken weiter:

Die Bundesregierung muss jetzt zuallererst den Süd-Sudan als souveränen Staat anerkennen. Dann braucht der Sudan einen Schuldenerlass, damit die Verhandlungen zwischen Nord und Süd nicht noch an der Schuldenfrage scheitern. Weiterhin muss der zivile Friedensdienst im Süden des Landes ausgebaut werden. Bei einer Reise von Abgeordneten der Linksfraktion in den Sudan vor wenigen Wochen ist deutlich geworden, dass auch nach einer Abtrennung des Südens ein großes Krisen- und Gewaltpotenzial im Sudan existiert. Da helfen keine deutschen Soldaten, sondern vor allem zivile Friedenskräfte, die seit Jahren hervorragende Arbeit im Sudan leisten. Leider hat die Bundesregierung entschieden, deren Arbeit einzustellen. Das ist angesichts der vielen Krisenherde im Sudan ein großer Fehler. Wichtig für die Zukunft ist zudem, dass Nord und Süd gleichermaßen Unterstützung und Entwicklungszusammenarbeit erhalten, damit eine gleichberechtigte Entwicklung beider Staaten gewährleistet ist.