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11. Juni 2009 linksjugend ['solid]

Streiken gegen den Bildungsstau

In einer symbolischen Aktion haben mehrer Duzend Schüler und Studenten aus dem Bildungsstreikbündnis am gestrigen Mittwoch gegen den vorhandenen Stau im Bildungssystem demonstriert. Durch das Aufhalten des Verkehrs am Gänsemarkt mit einem Transparent mit der Aufschrift „Bildungsstau“  wollten wir auf die festgefahrene Situation in Schule, Universität und Ausbildung hinweisen. Obwohl alle Studien eine enorme soziale Ungerechtigkeit im deutschen Bildungssytem nachweisen, wird hier seit Jahrzehnten kaum investiert. Auch die derzeitige Hamburger Bildungsreform ist kostenneutral angelegt, während die HSH Nordbank mit Milliarden saniert wird.

Mit dieser Politik wird uns unsere Zukunft genommen. So kann es nicht weitergehen!

Daher wird auch in Hamburg am 17. Juni ein breites Bündnis auf die Strasse gehen, um gegen diese Verhältnisse zu demonstrieren.

Auch Linksjugend [’solid], die Jugendorganisation der Partei DIE LINKE, ruft zu zivilem Ungehorsam während des Bildungsstreiks in der nächsten Woche auf. In über 100 Städten werden Studierende, Schülerinnen und Schüler für einen Richtungswechsel in der Bildungspolitik demonstrieren. Dazu erklärt Haimo Stiemer, Bundessprecher der Linksjugend [’solid]:

„Die Unzufriedenheit an den Unis und Schulen ist groß. Das gesamte Bildungssystem ist chronisch unterfinanziert und immer mehr junge Menschen bleiben auf der Strecke. Die neoliberale Bildungspolitik der Großen Koalition und von Rot-Grün hat nicht nur die Ökonomisierung des Bildungssystems vorangetrieben, sie hat auch den Leistungsdruck mit dem Turbo-Abitur und der Bachelor-Master-Reform massiv nach oben geschraubt. Wir unterstützen deshalb den Streik und rufen alle Verbandsmitglieder dazu auf, mit zivilem Ungehorsam und provokanten Aktionen den Streik vor Ort stark zu machen. Am 18. Juni wird es bundesweit fiktive Banküberfälle geben, bei denen wir das Geld der staatlichen Rettungsschirme für das marode Bildungssystem einfordern werden. Am 19. Juni werden wir die Kultusministerkonferenz in Berlin blockieren. 

Die Resonanz vor Ort bei der Streikmobilisierung ist ausgesprochen positiv und wir rechnen mit weit mehr als 100.000 Streikenden in der nächsten Woche. Wir verstehen den Bildungsstreik als Einstieg in eine neue Radikalisierung junger Menschen. In vielen Städten haben sich Streikkomitees gegründet, die auch nach dem Streik weiterarbeiten wollen. Wir müssen gerade im Superwahljahr darauf orientieren, den Landesregierungen und der Großen Koalition Zugeständnisse abzuringen. Es geht nicht zuletzt darum, weitere Einsparungen im Bildungssystem in Folge der Krise abzuwehren und Druck zu machen für strukturelle Reformen, die das Bilddungssystem endlich öffnen."

 

Bilder der Aktion http://www.flickr.com/photos/39312991@N04/