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3. Dezember 2013 Pressestelle, AG Betrieb & Gewerkschaft

Streik-Besuch aus Hannover: Callcenter-Beschäftigte von Madsack protestieren am 5.12. in Hamburg

Arbeitsgemeinschaft Betrieb & Gewerkschaft

Am Donnerstag, 5. Dezember demonstrieren um 12.45 Uhr Beschäftigte der Mediengruppe Madsack vor dem Unternehmenssitz der "ddvg" in Hamburg in der Deichstraße 15. Sie wollen mit ihrer Aktion darauf aufmerksam machen, dass es endlich zur Aufnahme von Tarifverhandlungen beim Call-Center in Hannover und der Oberhessischen Presse in Marburg kommt. Bisher verweigert der Arbeitgeber, Tarifgespräche aufzunehmen.

Die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft mbH (ddvg) mit Sitz in Berlin und Zweigniederlassung in Hamburg ist die Beteiligungsgesellschaft des SPD-Unternehmensbesitzes und zu 100 Prozent im Eigentum der SPD. Als Verlagsgruppe kommt sie mit den ihr zuzurechnenden Tageszeitungen auf eine anteilige Gesamtauflage von rund 435.000 Exemplaren und einen Marktanteil von 1,9 %. Sie ist mit 23,1 Prozent Gesellschafterin bei der Mediengruppe Madsack. In ihrer Unternehmensphilosophie sieht sich die ddvg "der Tradition der sozialdemokratischen Unternehmungen verpflichtet. Ihre Entscheidungen orientieren sich streng nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten, ohne dabei die sozialen Verpflichtungen unternehmerischen Handelns zu ignorieren".

Kersten Artus, Sprecherin der AG Betrieb und Gewerkschaft (DIE LINKE Hamburg) und gewerkschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft, erklärt: „Entgegen ihrer eigenen Philosophie verweigert die ddvg in eigenen Beteiligungen das Mindestmaß sozialer Verpflichtung: die Aufnahme von Tarifverhandlungen. Die SPD hat sich zwar beim Verpackungsmittelhersteller Neupack in Stellingen auf die Seite der Streikenden gestellt, aber wenn es in den eigenen Beteiligungen um die Aufnahmen von Tarifverhandlungen geht, herrscht Schweigen und Ablehnung. SPD-Schatzmeisterin Barbara Hendricks hatte in einem Schreiben die Unterstützung der Forderung nach Aufnahme von Tarifverhandlungen abgelehnt. Sozialdemokratische Unternehmensführung hält sich in diesem Fall nicht an die von ihr selbst geforderten tarifpolitischen Praktiken und verliert damit weiter an Glaubwürdigkeit."

Gerald Kemski, Sprecher der AG Betrieb und Gewerkschaft (DIE LINKE Hamburg): „Wir unterstützen die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, ein gute Bezahlung und verbesserte Arbeitsbedingungen zu erreichen und dies in einem Tarifvertrag zu verankern. DIE LINKE nimmt an den Protesten am 5. Dezember vor der ddvg (Deichstraße) teil.“