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16. September 2009 Bürgerschaftsfraktion

Steuergeschenke für die Spielbank, Fachtagung zur Bekämpfung der Glücksspielsucht?

Linksfraktion fordert schwarzgrünen Senat auf, Glücksspielsuchtberatung auszubauen.

In einem Antrag, der zur heutigen Bürgerschaftssitzung eingereicht wird, fordert DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft den Senat auf, die Glücksspielberatung aufzustocken.

"Statt Steuergeschenke an die Glücksspielbranche zu verteilen, sollte der Senat sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst werden und den akuten Mangel bei den Hilfsangeboten für glücksspielsüchtigen Männer und Frauen beheben. Die bereits in Hamburg vorhandenen Projekte leisten gute Arbeit, können aber aufgrund der Stellensituation nur einen Bruchteil der Bedürftigen auffangen", sagt Kersten Artus, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion.

Der soziale Sprengstoff der Glücksspielsucht ist enorm: Schulden, Armut, Erwerbslosigkeit. Ganze Familien leiden, Partnerschaften werden durch das Glücksspiel zerstört. Der auf 2011 befristete Glücksspielstaatsvertrag berücksichtigt zudem die Glücksspiel- und Geldautomaten nicht. Sie haben allerdings das größte Suchtpotenzial.

Kersten Artus abschließend: "Wir benötigen keine Fachtagung zur Bekämpfung von Glücksspielsucht, wie die GAL sie durchführen will. Wir brauchen eine Aufstockung der Hilfsangebote."