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12. Juni 2012 Stadtteilgruppe HaHoBo

Stadtteilgruppe Hamm/Horn/Borgfelde hat Patenschaft für Stolperstein in Hamm übernommen

Walter Medau (Foto privat)

Auch in Hamm hat es viele Opfer der Nazi-Diktatur gegeben, in den letzten Jahren sind immer mehr Stolpersteine vor Häusern der Menschen zu finden, die von den Nazis verschleppt und ermordet worden sind. Als LINKE Stadtteilgruppe haben wir die Patenschaft für den neuen Stolperstein für Walter Medau übernommen, der in der Süderstraße 320 in diesem Frühjahr verlegt werden konnte.

 

Am 24. Juni, 13 Uhr, veranstaltet die Stadtteilgruppe zusammen mit der Initiatorin Hildegard Thevs eine kleine Gedenkfeier am Stolperstein von Walter Medau. Eingeladen sind zudem auch einige Verwandte von Medau sowie der Pastor Billerbeck aus Medaus Geburtsort Geesthacht. Der Bürgerschaftabgeordnete Tim Golke sowie die Bezirksabgeordnete Sandra Clemens werden ebenfalls vor Ort sein und eine kurze Ansprache halten.

 

Walter Medau wurde 1894 in Geesthacht geboren und zog in den zwanziger Jahren in das Arbeiterviertel Hamburg-Hamm. Er arbeitete als Bauarbeiter, Eisenflechter und Betonfacharbeiter und nahm Kontakt zur KPD auf. Während des Kriegs hörte Medau regelmäßig Auslandssender und gab die Informationen an einen KPD-Kreis um Oswald Laue aus Hamm weiter. Dies führte 1944 zu seiner Verhaftung wegen „Wehrkraftzersetzung“ und Einweisung ins Zuchthaus. Zuletzt saß Medau in Bützow-Dreibergen ein, wo ihn die Rote Armee befreite. Medaus Gesundheit war durch die Haftbedingungen so geschwächt, dass er am 24. Juni 1945 verstarb.

 

 

Rückfragen:

Sandra Clemens: 0175-740 79 09