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9. Februar 2010 Bürgerschaftsfraktion

Sprung über die Elbe: Kahlschlag für Gartenschau

Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierte der Senat den Stand der Dinge beim "Sprung über die Elbe". Neben der Internationalen Gartenschau, auch das vom Rechnungshof kritisierte Hochglanz-Projekt Internationale Bausausstellung. Auf die umfassenden Baumfällungen angesprochen, wurde erklärt: "Der Start von Projekten wie IBA und igs wird immer mit Bildern einhergehen die der Bevölkerung nicht gefallen."

"Darin kommt die zynische Grundhaltung der BSU deutlich zum Ausdruck. Entgegen allen Beteuerungen, die BürgerInnen in Wilhelmsburg an der Gestaltung der Internationalen Bauausstellung und der Gartenschau zu beteiligen, setzen die Planer ihre Konzeption in einem strikten top-town-Verfahren durch", kritisiert Dr. Joachim Bischoff, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der LINKEN in der Hamburgischen Bürgerschaft.

Die Absurdität der Konzeption wird in der Absicht deutlich dreitausend Bäume zu fällen, und dies als unverzichtbaren Auftakt für eine Gartenbauausstellung zu vermarkten. Der Versuch der Planer, die Zahl von 3000 zu fällenden Bäumen zu relativieren, ist vollständig missglückt. Die Planungen der "80 Gärten um die Welt" wird im Wettbewerbsverfahren an Universitäten vergeben, dessen Vergabekriterien ganz sicher nicht dem Erhalt des Baumbestandes gewidmet waren. Im Vordergrund der IBA steht die "Dramaturgie der Ausstellung". An Lärmschutzmaßnahmen für zukünftige Baulärmgeplagte Wilhelmsburger ist dabei nicht gedacht.

Das seit einem Jahr angekündigte Naturschutz- und Ausgleichsflächen-Konzept für die IBA und igs ist noch in Arbeit, da aufgrund fortschreitender Planungsänderungen und des Abstimmungsbedarfes mit den Behörden noch keine Festschreibung möglich sei. Bisher wurden rund 700 Bäume gefällt, über 2000 Weitere sollen folgen.

Nach Auffassung des Ortsverbandes Wilhelmsburg/Veddel der LINKEN sind einige der bereits erfolgten Baumfällungen illegal durchgeführt worden. Deswegen wurde Anzeige gegen die igs und Finanzbehörde gestellt, die im Rahmen einer Pressekonferenz, am Donnerstag, 11. Februar, um 12:00 Uhr im Bürgerhaus Wilhelmsburg vorgestellt wird.