Zurück zur Startseite

Kontakt zur Pressestelle

DIE LINKE,
Landesverband Hamburg
Pressestelle,
Martin Wittmaack
Wendenstr. 6 • 20097 Hamburg
presse@die-linke-hamburg.de
+49 -(0)176 - 600 22 592

 
24. August 2014 Bürgerschaftsfraktion

Sperrung des Innenhofes des Hamburg Museums

Hamburg Museum Innenhof (Quelle: en.wikipedia.org, Wolfgang Meinhart)

Die Sperrung des Innenhofes des Hamburg Museums schadet dem Museum beträchtlich. Glücklicherweise ist kein Mensch zu Schaden gekommen, trotzdem wirft diese ungeplante Maßnahme kein gutes Licht auf die angeblich nachhaltige Sanierungspolitik des SPD-Senats. Der Senat war angetreten, die Finanzen der Stadt wieder in Ordnung zu bringen und gerade auch den Sanierungsstau anzugehen. Finanzsenator Tschentscher hatte angesichts der Wasserschäden an den Deichtorhallen nachhaltige Regelungen versprochen.

„Dieser neue Vorfall weist darauf hin, dass dieses Versprechen nicht eingehalten wurde. In der Finanzplanung des Senats für die nächsten Jahre ist die Sanierung des Daches nicht vorgesehen. Das heißt doch, dass der Senat immer noch keinen Überblick hat über die Sanierungsaufgaben der Stadt“, kritisiert Norbrt Hackbusch, kulturpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Denn dieser Schaden – nach allem was wir jetzt wissen – ist kein plötzlicher, sondern ein Verschleißschaden. Und jeder Ingenieur kann erklären, dass solche Schäden möglichst schnell zu beseitigen sind - sonst werden sie umso teurer.“

Im Finanzbericht wird zur Sanierungsstrategie und Sanierungscontrolling der Kulturbehörde ausgeführt: „Seit der Ausgliederung der Theater und Museen aus dem Kernbereich der FHH stehen die Unternehmungen selbst in der Verantwortung, den Instandhaltungszustand der baulichen und technischen Anlagen zu überwachen. Einen Überblick über die Bedarfe verschafft sich die Kulturbehörde auf Grund von Bedarfsmeldungen der Einrichtungen, die in enger Abstimmung mit den Geschäftsführungen der Theater und Museen bewertet werden.“

„Diese Strategie ist gescheitert. Die nicht auskömmliche Finanzierung der Hamburger Museen fällt dem Senat immer wieder auf die Füße“, schließt Hackbusch.