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31. Mai 2016 Bürgerschaftsfraktion

SPD und Grüne: Kein Plan von Hafenentwicklung

Der HPA-Aufsichtsrat soll nächste Woche über die vorzeitige Rückgabe des HHLA-Überseezentrums entscheiden. Für diese Fläche wie für den gesamten Kleinen Grasbrook war im Rahmen der Olympia-Bewerbung Wohnungsbau vorgesehen. Doch der Senat hat Medienberichten zufolge noch immer keine Entscheidung über die zukünftige Nutzung und eine mögliche Entlassung der Flächen aus dem Hafengebiet getroffen. „Falls der Senat einen richtigen Plan zur Entwicklung des Hamburger Hafens hat, würde ich den gern mal kennenlernen“, erklärt dazu Stephan Jersch, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Im Moment ist nur eine Salamitaktik sichtbar.“

Noch vor wenigen Monaten hieß es, dass der Kleine Grasbrook nach dem Olympia-Aus nicht für Wohnungsbau zur Verfügung stehe. Jetzt wird mit der Aufgabe des Überseezentrums augenscheinlich der erste Schritt für eine derartige Umnutzung des Hafengeländes gemacht. „Der Erhalt von 1.500 Arbeitsplätze auf dem Kleinen Grasbrook ist dem Senat anscheinend egal, denn bis heute hat er keine Ersatzflächen für die betroffenen Betriebe im Hafen angeboten“, kritisiert Jersch. „Aufgrund der gesundheitsgefährdenden Emissionen aus der Nachbarschaft ist sowieso fraglich, ob eine Wohnnutzung auf dem Kleinen Grasbrook überhaupt möglich ist, ohne den Hafen weiter einzuschränken.“

Auch mit der geplanten Logistikfläche auf den Vollhöfener Weiden und in Neuland zeige der Senat seine ganze Planlosigkeit, so der Abgeordnete: „Trotz der viel beschworenen Zusammenarbeit in der Metropolregion und der gemeinsamen Suche nach Gewerbeflächen macht der Senat für Logistikflächen wertvolle Flächen in Hamburg platt: Der Vollhöfener Wald soll ebenso wie ein Gebiet in Neuland für zusätzliche Logistikflächen geopfert werden. Schlimmer geht‘s nimmer!“