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17. Januar 2014 Bürgerschaftsfraktion

SPD-Senat verweigert den Stadtteilschulen Fachlehrkräfte

Dora Heyenn, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft

An Stadtteilschulen wird der Unterricht in den Fächern Mathematik, Physik, Chemie und Biologie wesentlich häufiger von fachfremden Lehrkräften erteilt als an Gymnasien.  Das ergeben zwei Anfragen der Fraktion DIE LINKE (Drs. 20/9641 und 20/9979). „Der SPD-Senat hatte vollmundig versprochen, die Stadtteilschulen zu einem Erfolgsmodell zu machen“, erinnert Dora Heyenn, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Tatsächlich erhalten aber die Stadtteilschulen wesentlich weniger Fachlehrkräfte. So wird in den Gymnasien nur 3,4 Prozent des Mathematik-Unterrichts von fachfremden Lehrkräften erteilt, an den Stadtteilschulen dagegen 15,1 Prozent – mehr als das Vierfache. Besonders perfide ist, dass Stadtteilschulen mit hoher sozialer Belastung am meisten benachteiligt werden. So sehen also bei der SPD die Erfolgsmodelle aus.“

Wer Ranking-Listen mit Output-Indikatoren wie Abiturnoten verbreite, solle gerechterweise auch über die Input-Faktoren reden, fordert die Bildungsexpertin. So müssten Stadtteilschulen 98 Prozent der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf aufnehmen, bekämen aber nur sieben Prozent der Kinder mit Gymnasialempfehlung. „Gymnasien können Kinder, mit denen sie nicht zurecht kommen, auf Stadtteilschulen schicken und so ihre Bilanz aufschönen“, kritisiert Dora Heyenn. „Die Stadtteilschulen müssen dann sehen, wie sie diese oftmals demotivierten Kinder wieder aufbauen. Und dabei müssen die Stadtteilschulen auch noch mit weniger Fachlehrkräften auskommen als die Gymnasien. Der SPD-Senat muss endlich dafür sorgen, dass die Lehrerinnen und Lehrer an den Stadtteilschulen nicht fachfremd arbeiten müssen!“

Die beantworteten Anfragen der Fraktion DIE LINKE sowie eine umfangreiche Auswertung mit Grafiken finden Sie im Anhang dieser Mitteilung.