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6. Januar 2014 Sabine Wils

Solidarität mit den rumänischen Protesten gegen Fracking in Pungesti

Anlässlich der gewaltsamen Unterdrückung von Protesten gegen
Fracking-Vorhaben im rumänischen Dorf Pungesti erklärt Sabine Wils, MdEP DIE
LINKE. im Europaparlament und Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen,
öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit:

 "Wir stehen Seite an Seite mit der rumänischen Bevölkerung in ihrem bunten
Protest gegen die skandalösen Vorhaben des US-amerikanischen Energieriesens Chevron in Pungesti. Die gewaltsame Räumung des Widerstandslagers durch Polizeikräfte in Kampfmontur ist der traurige Höhepunkt zahlreicher Repressionen gegen Demonstrantinnen und Demonstranten."


Sabine Wils weiter: "Der berechtigte Widerstand der ansässigen Bevölkerung
gegen die Zerstörung und Gefährdung ihrer natürlichen Lebensgrundlagen muss immer mehr gelten, als die Profitinteressen von Großkonzernen. Die Proteste sind ein Zeichen dafür, dass die überwiegende Mehrheit der Menschen in Europa Fracking nicht will. Als DIE LINKE. im Europaparlament erklären wir
uns solidarisch mit den europaweiten Energiekämpfen gegen die
Vormachtstellung globaler Energiekonzerne. Wir fordern, Fracking durch ein
Verbot europaweit unmöglich zu machen und die endgültige Abkehr von fossilen Energieträgern. Die Energiewende kommt nur mit dezentralen, erneuerbaren Energieträgern in Bürgerhand."


Hinter dem Begriff "Fracking" verbirgt sich eine Technologie zur Gewinnung
von unkonventionellem Erdgas aus tieferliegenden Gesteinsschichten, die
einen Versuch darstellt, der Erde die letzten, schwer zugänglichen fossilen
Energieträger abzuringen. Dabei werden Schächte in die Erde gebohrt, in die
unter hohem Druck ein Gemisch aus Wasser, Sand, Diesel und giftigen
Chemikalien eingeführt wird. So wird das Gestein aufgebrochen bzw.
aufgesprengt und das Gas freigesetzt. Fracking verursacht massive
Umweltschäden und gefährdet das Grundwasser. Da Rumänien über hohe
Erdgasvorkommen verfügt, ist es in den letzten Jahren in den Fokus von
Energiekonzernen geraten. Obwohl sich die Anwohner Pungestis geschlossen
gegen die Erschließung von Erdgas stellen, setzt Chevron die
Fracking-Vorhaben fort und wird dabei von der rumänischen Regierung
unterstützt. Die Bevölkerung in der betreffenden Region, die zu den ärmsten
Regionen Rumäniens gehört, arbeitet überwiegend in der Landwirtschaft und
ist für das tägliche Überleben auf eine intakte Umwelt angewiesen.