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17. September 2010 Pressestelle

Solidarität mit dem Hungerstreik der Flüchtlinge in Horst

Mehr als 30 Flüchtlinge unterstützen den seit 6 Tagen hungerstreikenden Flüchtling aus Afghanistan in der zentralen Zentrale Erstaufnahmeeinrichtung der Länder Mecklenburg Vorpommern und Hamburg für AsybewerberInnen in Horst (Mecklenburg-Vorpommern).

Zaman Masudi, Landessprecherin der LINKEN erklärte hierzu: "Wir freuen uns, dass Herr S. inzwischen Unterstützung durch weitere 'streikende' Flüchtlinge Erhalten hat. DIE LINKE unterstützt die Aktion und erklärt ihrer Solidarität mit den protestierenden Flüchtlingen in Horst."

Die Situation in dem überfüllten Lager ist untragbar, da viele der Flüchtlinge nicht 3 Monate sondern bis 1 Jahr und länger dort untergebracht werden. Die Mensa ist zum Beispiel für 150 Menschen ausgelegt, in der Realität warten die 400 Flüchtlinge bis 2½ Stunden auf ihr Essen. Die Ausländerbehörden isolieren die Flüchtlinge auf dem Land und verhindern so, dass diese eine angemessene rechtliche Beratung in Ihren Asylverfahren bekommen können. Hier werden auf kaltem Wege die Rechte der Flüchtlinge ausgehebelt.

Masudi unterstreicht die Forderung der LINKEN nach der Schließung der Einrichtung in Horst und führt dazu weiter aus: "Senat und Ausländerbehörde Hamburgs sind angesichts der Gefährdung der Gesundheit des hungerstreikenden Flüchtlings und der katastrophalen Zustände dort in der Verantwortung. Die Unterbringung der Hamburg zugeteilten Flüchtlinge in Horst muss sofort gestoppt werden. Ebenso muss sofort sichergestellt werden, dass alle Flüchtlinge in Horst nach drei Monaten auf angemessene Unterkünfte verteilt werden."

Masudi abschließend: "Wir protestieren dagegen, dass die Hamburger Behörden internationales Recht derartig beugen und die Menschenwürde verletzen."