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10. Juli 2013 Bürgerschaftsfraktion

„Senator Scheele handelt unverständlich und grausam“

Christiane Schneider

Nach aktuellen Berichten hat die Sozialbehörde veranlasst, den Hamburger Jugendlichen, der vor der Gewalt in einer Brandenburger Haasenburg-Einrichtung geflohen war, durch Haasenburg-Mitarbeiter abholen und zurückschaffen zu lassen. Der 16-jährige Hamburger war vom Kinder- und Jugend-Notdienst (KJND) nachts  in Obhut genommen und tagsüber von einer Hamburger Jugendhilfeeinrichtung betreut worden. Am Montag noch war er mit seinem Betreuer, einer zertifizierten Fachkraft für Kinderschutz, bei seinem Rechtsanwalt Rudolf von Bracken gewesen.  Dieser hatte die Aussetzung der gerichtlichen Genehmigung zur Freiheitsentziehung beantragt. Das Amtsgericht Hamburg-Bergedorf hat dies gestern zurückgewiesen, daraufhin hatte der Rechtsanwalt noch am selben Tag Beschwerde beim OLG Hamburg eingereicht. Obwohl diese dort anhängig ist, hat der Amtsvormund  beim Familieninterventionsteam (FIT) verfügt, dass das Kind zurück in die Haasenburg gebracht wird.

Die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft, Christiane Schneider, kritisiert die Entscheidung der Sozialbehörde, den Jungen zu seinen Peinigern zurückzuschaffen, als „absolut unverständlich und grausam“: „Die Behörde verrennt sich in ihre eigenen Fehlentscheidungen.  Der Jugendliche war hier in Hamburg gut angebunden und betreut. Wir können keine Rechtfertigung für diese Missachtung des Kindeswohls erkennen.“