Zurück zur Startseite

Kontakt zur Pressestelle

DIE LINKE,
Landesverband Hamburg
Pressestelle,
Martin Wittmaack
Wendenstr. 6 • 20097 Hamburg
presse@die-linke-hamburg.de
+49 -(0)176 - 600 22 592

 
2. November 2011 Bürgerschaftsfraktion

Senat und UKE schaffen vorbildliches Therapieangebot für Suizidgefährdete ab

Gesundheit ist keine Ware

Am Ende standen Geheimverträge, Geheimkonzepte und die schroffe Beantwortung einer Schriftlichen Kleinen Anfrage (Drs. 20/1858): Das Therapiezentrum für Suizidgefährdete (TZS) am UKE wird trotz vieler Proteste abgeschafft. Damit wird eine erfolgreiche Einrichtung aufgegeben, die über Jahre ihren festen Platz in Hamburg hatte.

Kersten Artus, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, sagt: "Der kleine Pavillon auf dem UKE-Gelände war für viele Suizidgefährdete eine lebensrettende Anlaufstelle. Ohne große Wartezeiten gab es hier umgehende Hilfe. Angehörige und Fachleute erhielten im TZS kompetente Hilfe. Noch vor zwei Jahren hatte die Bürgerschaft dem TZS volle Unterstützung zugesagt. Mit der ,Integration' des TZS in die Psychiatrie des UKE werden Behandlungsangebote und Angehörigenbetreuung nun enden.

Wir können zudem die mageren Erläuterungsversuche des Senats nicht nachvollziehen. Hamburg ist eine Hauptstadt des Suizids und es müssen verschiedene Wege möglich sein, Hilfe zu bekommen. Daher halten wir die Eingliederung des TSZ in die UKE-Psychiatrie für eine falsche Entscheidung. Wir teilen die Einschätzung des Freundes- und Förderkreises des TZS, Forlife, dass die Einstellung der niedrigschwellig angebotenen ambulanten zeitintensiven psychotherapeutischen Behandlungen eine schmerzliche Lücke in der Hamburger Versorgungslandschaft hinterlassen wird. Dies gilt besonders auch für Patientinnen und Patienten, die in ihrer suizidalen Befindlichkeit Angst vor der Psychiatrie haben."