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21. August 2014 Bürgerschaftsfraktion

Senat trickst bei Frauenquote

Kersten Artus

Der Anteil weiblicher Mitglieder in städtischen Aufsichtsräten sei in nur drei Jahren von 15,9 auf 29,4 Prozent gestiegen. Bei der Anzahl der Vertreterinnen, die der Senat bestimmen dürfe, betrüge die Quote sogar 36,4 Prozent. Diese Zahlen veröffentlichte der Hamburger Senat Anfang August und sieht sich damit seinem Ziel, eine Frauenquote von 40 Prozent zu verankern, erheblich näher gekommen. Doch näher betrachtet entpuppt sich die annähernde Verdoppelung als Mogelpackung. Denn viele Frauen haben mehrere Mandate inne – deutlich mehr als die männlichen Vertreter.

Das geht aus den Antworten auf eine Anfrage (Drs. 20/12667) der gleichstellungspolitischen Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft, Kersten Artus, hervor. Zwei Frauen allein haben jeweils zehn Mandate. Und auch die Senatorinnen Blankau und Prof. Kisseler kommen zusammen auf 15 Mandate: Die Umweltsenatorin hat acht Mandate, die Kultursenatorin sieben.

„Es ist wie im richtigen Leben – Frauen werden doppelt- und dreifach mit Aufgaben belastet. In diesen Fällen bis zu zehnfach. Kein Mann im Senat kommt auf so viele Posten auf einmal. Das hat nicht viel mit Gleichstellung zu tun. Das ist die Projektion patriarchalischer Verhältnisse auf die Führungsebene. Zahlenehrlichkeit sieht anders aus. Und Geschlechtergerechtigkeit auch“, erklärt Kersten Artus.