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4. Juli 2016 Bürgerschaftsfraktion

Senat redet sein Versagen in der Kleingartenpolitik schön

Stephan Jersch, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft.

Der Senat vermeldet Erfolge bei den Kleingärten in Hamburg. „Überraschenderweise“ bestätigt die von ihm in Auftrag gegebene Kleingartenbedarfsanalyse genau die seit Jahren praktizierte Politik des Senats und des Landesbunds der Gartenfreunde: Kleingärten müssen kleiner werden und vermehrt der Erholung dienen. „Es ist erstaunlich, wie der Senat sein Versagen bei Hamburgs Kleingärten schönredet und dies sogar mit einer passgenauen Auftragsstudie zu verteidigen versucht“, erklärt dazu Stephan Jersch, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Laut eigener Aussage weiß der Senat zwar nicht einmal, wie groß im Durchschnitt ein Kleingarten in Hamburg ist. Aber trotzdem weiß er: Sie müssen kleiner werden. Das ist offensichtliche Schönschreiberei im Sinne der Flächenpolitik Hamburgs.“

Mit der weiteren Versiegelung von Flächen zuungunsten des städtischen Grüns leistet der Senat sich ein Bärendienst – Hamburg wird grau und breitflächig, kritisiert der Umweltpolitiker: „Der reine Erhalt der Zahl der Kleingartenparzellen sagt nichts über deren Qualität für Hamburgs Umwelt aus – und die wird schlechter! Wir brauchen Bestandssicherungsmaßnahmen für Kleingärten, eine Einbeziehung der Flächen in die Klimaschutzpolitik und keine Umsiedlungen auf immer kleinere Flächen an die Stadtränder.“