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4. Februar 2016 Bürgerschaftsfraktion

Senat ignoriert skandalöse Zustände in den Psychiatrien

Der Bericht der Aufsichtskommission deckt zahlreiche Missstände in den Hamburger Psychiatrien auf. Sparauflagen, Personalabbau und andere Kostensenkungsstrategien erschweren demnach fachgerechte Therapien – oder machen sie ganz unmöglich. „Wenn Menschen, die eine Suchttherapie benötigen, einfach zum ,Trockenhalten‘ weggesperrt werden, wenn Sparauflagen und Lohnkürzungen Nachbesetzungen erschweren und die Pflege darunter leidet, ist das mehr als unverantwortlich“, kritisiert Deniz Celik, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Statt die psychische Gesundheit von PatientInnen als reinen Kostenfaktor zu betrachten, muss die Stadt eine an den PatientInnen orientierte Therapie in den Mittelpunkt der psychiatrischen Versorgung stellen.“

Dass der Senat den Bericht erst 15 Monate nach seiner Erstellung und kurz vor den Weihnachtsferien veröffentlicht hat, sei entlarvend, so Celik: „Auf viele der genannten Missstände geht der Senat erst gar nicht ein – geschweige denn, dass er sie in den seitdem verstrichenen 15 Monaten abgestellt hätte. Die Gesundheitsbehörde muss ihrer Aufsichtspflicht endlich nachkommen und die nötigen Schritte einleiten, um für die im Bericht aufgeführten skandalösen Zustände zu beseitigen.“