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26. April 2011 Bürgerschaftsfraktion

Sechsstündige Übertragung der royalen Hochzeit aus London - Muss das sein?

In einem Brief an die Programmdirektoren von NDR und ZDF, Beckmann und Bellut, kritisiert die medienpolitische Sprecherin der Linksfraktion Kersten Artus, dass durch die stundenlange Übertragung der Hochzeitsfeierlichkeiten aus London Millionen Euro an Gebührengeldern verschwendet werden:

Die Hochzeit des britischen Kronprinzen William Windsor mit Catherine Middleton wird seit geraumer Zeit als ,Medienereignis des Jahrhunderts' angepriesen. Sie ist sicherlich ein Ereignis, über das eine Berichterstattung von ARD und ZDF erwartet wird. Dennoch ist es unvertretbar, dass die Übertragung über sechs Stunden lang ist. Weder dient die stundenlange Liveschaltung der Aufklärung, noch der Information, noch der Meinungsbildung oder der Unterhaltung. Es sind Millionen Euro, die verschwendet werden, weil sich ARD und ZDF mit den Privaten eine Konkurrenzschlacht liefern, die Folgen für die Sendegestaltung der Öffentlichrechtlichen haben wird. Das Geld muss an anderer Stelle wieder eingespart werden.

Der 15. Rundfunkänderungsstaatsvertrag soll ab 2013 dazu führen, dass die Einnahmen der öffentlich-rechtlichen Sender gesichert bleiben. Bereits jetzt ist seriösen Untersuchungen zu Folge damit zu rechnen, dass dies nicht der Fall ist. ARD und ZDF verschärfen nun die Geldnot, indem Sie an einem Ritual festgehalten wird, das sich ARD und ZDF nicht mehr leisten können. „Abgesehen davon ist ein derartiges Spektakel rund um eine Monarchie auch verklärend und fördert kein aufgeklärtes Menschenbild. Das Geld, das die Windsors den britischen Staat kosten, würde an anderer Stelle dringend gebraucht. Die Gebührengelder, die ARD und ZDF am 29. April vergeuden, ebenfalls“, schließt Kersten Artus.