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25. August 2015 Dora Heyenn

Schulsenator Rabes Zahlenpickerei

© Dieter Schütz / pixelio.de

Zur Presseerklärung von Schulsenator Rabe „Ganztag in der Grundschule stark von Familien angewählt“ erklärt Dora Heyenn, fraktionslose Abgeordnete der LINKEN in der Hamburgischen Bürgerschaft und im Schulausschuss:

„Schulsenator Rabe pickt sich einseitig einige Entwicklungen im Hamburger Schulwesen heraus und erklärt diese zu seinen Erfolgen. Wenn mittlerweile fast 80 % der Eltern an Grundschulen ihr Kind für den Ganztag anmelden, dann kann das vielschichtige gründe haben. Deshalb sollte Schulsenator Rabe sich mit Eigenlob zurückhalten.
Nicht umsonst gibt es eine Volksinitiative von Eltern für einen ‚Guten Ganztag‘. Der Grund für die hohen Anmeldezahlen im Ganztag ist zumeist ein ganz anderer: Viele Eltern sind berufstätig und müssen deshalb ihr Kind – oft mit schlechtem Gewissen – für den Ganztag anmelden.“


Weiter erklärt Dora Heyenn:

„Ähnlich ist es mit der ‚wachsenden Schülerzahl‘. Das ist eine gute Meldung, sind doch Kinder und Jugendliche unsere Zukunft. Wie kann es aber dann angehen, dass der SPD/Grüne-Senat in den nächsten fünf Jahren die Schulen um zehn Prozent verkleinern will? Die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen wird von Verschlechterungen gekennzeichnet sein: Sie müssen auf immer kleineren Raum miteinander auskommen. Und das den ganzen Tag.“

Schulsenator Rabe kündigt eine ‚Qualitätsoffensive‘ für einen ‚besseren Mathematikunterricht‘ an. Danach soll erst ab dem Schuljahr 2017/18 in den Jahrgangsstufen 5 und 6 der Mathematikunterricht von Fachlehrkräften erteilt werden.

„Das ist viel zu spät. Spätestens seit meiner Anfrage aus 2013 hätte dem Senat klar sein müssen, dass hier ganz dringend etwas getan werden muss. Zum Hintergrund: Gemeint ist die Schriftliche Kleine Anfrage 20/9641 und die Große Anfrage ‚Wird der Unterricht in Mathematik und Naturwissenschaften in Stadtteilschulen und Gymnasien gleichwertig von Fachlehrkräften erteilt‘. Hinzu kommen die schlechten Ergebnisse im Fach Mathematik für Hamburgs Schulen“, so die Abgeordnete.