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27. November 2012 Bürgerschaftsfraktion

Schulsenator Rabe ziert sich mit fremden Federn und zieht falsche Lehren

Angesichts der heute von Schulsenator Ties Rabe vorgestellten Ergebnisse der Studie KESS 12 drückt Dora Heyenn, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft, den Jugendlichen ihren Respekt dafür aus, „dass mehr von ihnen in kürzerer Zeit den Weg zum Abitur gefunden haben und dabei ihre Leistungen auch noch besser sind als in früheren Jahren.“ Dazu habe die Politik in Hamburg jedoch nichts beigetragen, kritisiert Heyenn. „Im Gegenteil: Sie hat mit der unvorbereiteten Einführung des G8 Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte allein gelassen. Obwohl die Gymnasien zu Ganztagsschulen wurden, gab es keine Schulküchen und Schulrestaurants, es fehlten Bildungspläne, Lehrkräfte und Räume.“ Wenn Schulsenator Rabe nun behaupte, das G8 habe die Leistungen in Hamburg eindeutig verbessert, unterschlage er, um welchen Preis dies erkauft wurde.

Viele Jugendliche klagen, sie hätten kaum noch Freizeit und Zeit, ihren Hobbys nachzugehen oder sich mit Gleichaltrigen zu treffen. Dieser Aspekt ist in den Jubelmeldungen von Schulsenator Rabe völlig unterbelichtet“, so die Fachabgeordnete. „Offensichtlich setzt Schulsenator Rabe auf mehr Druckpädagogik, wenn er die Lernerfolge der Jugendlichen auf eine ‚Verdichtung der Lernzeit und die höheren Lernansprüche‘ des G8 zurückführt. Das ist für die Kinder und Jugendlichen sowie deren Eltern keine gute Nachricht.