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20. April 2015 Dora Heyenn

Schulsenator bestraft Schule für gute Arbeit

Zum Konflikt um die Erich-Kästner-Stadtteilschule, die im nächsten Schuljahr auf Anordnung der Schulbehörde mehr als vier Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Klassen aufnehmen soll, erklärt Dora Heyenn, fraktionslose Abgeordnete der LINKEN in der Hamburgischen Bürgerschaft und im Schulausschuss: "Immer wieder haben die Schulbehörde und Schulsenator Rabe versichert, dass nicht mehr als vier Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf in einer Klasse aufgenommen werden sollen. Nun aber will Schulsenator Rabe der Erich-Kästner-Stadtteilschule bis zu sechs Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf zuweisen, obwohl andere Schulen noch freie Plätze haben. Die Schule und ihr Schulleiter wehren sich zu Recht dagegen. Die Anordnung der Schulbehörde ist ungerecht und erschwert die pädagogische Arbeit erheblich.

Geradezu als Warnung müssen andere Schulen das Argument von Schulsenator Rabe verstehen, wenn er seine Anordnung damit begründet, die Erich-Kästner-Stadtteilschule habe so gute Arbeit geleistet und sogar noch einen Schulpreis erhalten, deshalb könne sie ruhig mehr Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf verkraften.

Gute Arbeit wird so vom rotgrünen Senat bestraft und steht im krassen Widerspruch zu den schulpolitischen Wahlaussagen der Grünen.

Noch eine weiteres Argument von Schulsenator Rabe ist an den Haaren herbeigezogen. So verweist er darauf, es gäbe einige Schulen, die auch sechs Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf aufnehmen müssten. Das ist so, wie wenn einer in einer Tempo-30-Zone mit 50 fährt und sich dann damit verteidigt, andere würden sich auch nicht an die Regeln halten."