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31. Juli 2012 Bürgerschaftsfraktion

Schuljahr 2012/13: GBS-Ausbau ohne Personal, Inklusion ohne Geld

© Dieter Schütz / pixelio.de

Schulsenator Ties Rabe hat heute über das neue Schuljahr informiert. Der Senator verwies dabei insbesondere auf 54 Schulen mit neuen Ganztagsangeboten und 311 zusätzliche Lehrerstellen. Zudem seien von den 67 geplanten Containern bereits 66 aufgestellt und die Stadt habe sie aus Wirtschaftlichkeitserwägungen diesmal käuflich erworben, statt wie bisher üblich nur gemietet. Die Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft sieht weiterhin Qualitätsprobleme aufgrund des drohenden Fachkräftemangels bei dem Ausbau der „Ganztägige Betreuung an Schulen (GBS). Zudem kritisiert sie Schulsenator Rabes Umgang mit dem Thema Inklusion: Er müsse die erforderlichen Ressourcen bereitstellen, statt die Zahl der SchülerInnen mit Förderbedarf anzuzweifeln.

Dazu erklärt Dora Heyenn, Fraktionsvorsitzende und schulpolitische Sprecherin: „Schulsenator Rabe muss endlich handeln und die erforderlichen personellen und finanziellen Ressourcen bereitstellen, statt die Zahl der SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf anzuzweifeln. Der Senator muss die Zahlen ernst nehmen, sie werden der Realität gerecht. Die Zahl der LSE-Kinder (Förderbedarf Lernen, Sprache, Emotional-soziale Entwicklung) ist gestiegen, jeder der Schule tätig ist, weiß das. Der soziale Druck, insbesondere auf Familien mit geringerem Einkommen, nimmt zu und wird an die Kinder weitergegeben. Zudem wurden SchülerInnen früher weniger auf Förderbedarf getestet. Es bleibt dabei: Der Schulsenator muss die erforderlichen Bedingungen schaffen, damit sich die SchülerInnen sich entwickeln können. Sonst kann Inklusion nicht funktionieren.“

Es ist fraglich, wie die Qualität in den neuen GBS-Schulen aussehen soll. „Ein Fachkräftemangel an sozialpädagogischem Personal ist bereits vorprogrammiert“, erklärt Mehmet Yildiz, familienpolitischer Sprecher der Linksfraktion. Durch fachfremdes Personal sei dies seiner Aiffassung nach nicht aufzufangen: „Wir befürchten, dass die neuen GBS-Schulen nicht mit der pädagogischen Qualität durchstarten können, die sie verdient hätten. Der Senat hat den offensichtlichen Mangel an geeignetem Personal in der GBS einfach verschlafen.“