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26. Februar 2016 Bürgerschaftsfraktion

Schule Lienaustraße muss erhalten bleiben!

Die Behörde für Schule und Berufsbildung will die einzige staatliche Grundschule im Wandsbeker Stadtteil Berne zum nächsten Schuljahr zu schließen. Die Fraktion DIE LINKE fordert nun in einem Antrag (Drs. 21/3314), der kommende Woche in der Hamburgischen Bürgerschaft debattiert wird, die Schule in der Lienaustraße zu erhalten: Sie erfährt nicht nur von den Eltern große Unterstützung, auch alle kommunal- und gesellschaftspolitisch relevanten Gruppen im Stadtteil sprechen sich in einem Schreiben an den Bürgermeister für den Erhalt der Schule aus. Die Behörde begründet die Schließung mit zu geringen SchülerInnenzahlen und hohen Investitionskosten beim Weiterbetrieb.

„Diese Probleme sind hausgemacht und zum Teil gar nicht der Grund, sondern eine Folge der Schließungspläne“, begründet Sabine Boeddinghaus den Antrag. „Der jahrzehntelange Investitionsstau und die Unklarheit über den weiteren Betrieb haben dazu geführt, dass immer weniger Eltern ihre Kinder in der Lienaustraße anmelden, während umliegende Schulen überfüllt sind. Viele Eltern haben bereits angekündigt, dass sie ihre Kinder wieder in der Lienaustraße anmelden würden, wenn die Zukunft der Schule gesichert würde. Die Aufgabe dieses Standorts, eines Musterbeispiels für die Inklusion behinderter Menschen, wäre für Berne, aber auch für den Bezirk Wandsbek ein verheerendes Signal.“

„Deshalb hat sich die Bezirksversammlung Wandsbek nicht nur geschlossen und auf Antrag aller Fraktionen für den Erhalt ausgesprochen“, ergänzt Julian Georg, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE in der Bezirksversammlung Wandsbek. „Sie hat sich auch dem Bürgerbegehren zum Erhalt der Schule vollständig angeschlossen. Die Elterninitiative ,Schule Berne muss bleiben‘, der Bürgerverein und der Ganztags-Träger ,Die Waldameisen‘ haben inzwischen einen Kompromiss vorgeschlagen, der im Stadtteil unterstützt wird.“ Dieser Vorschlag sieht die Nutzung des Standorts für einen zweizügigen Schulbetrieb sowie die Unterbringung und Integration von Flüchtlingen und damit die Entwicklung der Grundschule hin zu einem integrativen Bildungszentrum für Kinder und Erwachsene vor. „Auf diesen konstruktiven Vorschlag haben weder die Behörde noch SPD und Grüne in der Bürgerschaft reagiert“, so Georg. „Deshalb ist es an der Zeit, dass sich nun das Landesparlament damit befasst und der Senat endlich Farbe bekennt.“

Konkret fordert die Fraktion DIE LINKE mit ihrem Antrag, dass der Senat das vorgelegte Konzept zur weiteren Nutzung des Schulstandorts Lienaustraße unter Einbeziehung der Unterbringung von Flüchtlingsfamilien und des Aufbaus eines an die Schule gekoppelten Integrationszentrums prüft.

Den Antrag der Fraktion DIE LINKE finden Sie im Anhang dieser Mitteilung.

Dateien:
21_3314.pdf1.1 M