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28. Juni 2011 Bürgerschaftsfraktion

Schulbehörde soll Zahlen zur Ausbildungsplatzsituation veröffentlichen

Jedes Jahr zu den Sommerferien melden die Kammern, dass viele Ausbildungsplätze nicht besetzt sind; in diesem Jahr sollen es in Hamburg ca. 3000 sein.

Und jedes Jahr entsteht ein öffentlicher Streit, weil auf der anderen Seite viele Jugendliche ohne Perspektive von der Schule gehen. Fakt ist, dass selbst nach der geschönten Ausbildungsmarkstatistik der Arbeitsagentur Hamburg Ende Mai 2011 erst 20 % (1.133) der 5.712 gemeldeten BewerberInnen für eine Berufsausbildungsstelle auch tatsächlich einen Ausbildungsplatz bekommen haben. Eine Recherche der DGB-Jugend Hessen hat ergeben, dass es sich bei rund 75% der vermeintlichen freien Ausbildungsplätze, die in den Lehrstellenbörsen angeboten werden, um Falschmeldungen handelt. Entweder waren die Lehrstellen schon besetzt, sie wurden für ein späteres Jahr angeboten oder sie existierten nicht mehr.

Die Schulbehörde könnte Klarheit in das Zahlenwirrwarr bringen. DIE LINKE hat immer wieder gefordert, die Hamburger SchulabgängerInnen sollten befragt werden, was sie im Anschluss an die Schule machen werden. (siehe zum Beispiel Drs. 19/7750) Nun hat die Schulbehörde auf eine Schriftliche Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE mitgeteilt, dass sie etwas zur Behebung der Mängel in der Ausbildungsstatistik unternehmen will (siehe Drs 20/573).

Dazu Dora Heyenn, Faktionsvorsitzende und schulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE: „Die Fraktion DIE LINKE begrüßt, dass nunmehr eine verbindliche SchulabgängerInnen-Befragung vorgenommen wurde. Die Ausbildungschancen der Jugendlichen zum Ende dieses Schuljahres wurden erfasst und sollten so schnell wie möglich ausgewertet und veröffentlicht werden. Dann wird deutlich, wie viele Jugendliche dieses Jahrgangs einen Ausbildungsplatz gefunden haben bzw. noch einen suchen. Nur so wird man dem Märchen beikommen, wonach jede und jeder Jugendliche eine Lehrstelle bekommt, wenn er oder sie denn „ausbildungswillig“ und „ausbildungsfähig“ ist.“