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17. Januar 2012 Bürgerschaftsfraktion

Schulbehörde präsentiert Herbststatistik im Winter

Am letzten Freitag hat die Linksfraktion die Schriftliche Kleine Anfrage "Herbststatistik wieder im Mai?" an den Senat gerichtet, in der sie unter anderem fragt, warum die "Herbststatistik" immer noch nicht vorliegt. Vier Tage später hat Schulsenator Rabe Ergebnisse der Herbststatistik präsentiert. Eigentlich müsste die Herbststatistik "Sommerstatistik" heißen, weil die Daten am 5. September 2011 erhoben worden sind.

Dazu erklärt Dora Heyenn, schulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE: "Es ist nicht nachvollziehbar, warum die Schulbehörde Monate braucht, um diese Zahlen vorzulegen. So muss man den Eindruck gewinnen, dass unliebsame Zahlen zurückgehalten werden sollen, bis sie keinen mehr interessieren. Die Daten werden zeitnah benötigt. Die Schulbehörde sollte sich ein Beispiel an der Arbeitsagentur nehmen, die an jedem Monatsende aktuelle Arbeitslosenzahlen vorlegt."

Weiter erklärt Dora Heyenn: "Es glänzt nicht alles so, wie Schulsenator Rabe es mit seinen Zahlen hinbiegt. So redet er von ,kleineren Klassen' aber es gibt auch viele große Klasse, die gegen das Schulgesetz verstoßen. So jubelt er über mehr Abiturienten und weniger Schulabbrecher. Was nutzt das aber, wenn sie keine Studien- und Ausbildungsplätze bekommen? Warum präsentiert Schulsenator Rabe keine Zahlen zur Ausbildungssituation? So klagt er über gestiegene Zahl von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Diese Zahl wäre aber erheblich höher, wenn die Schulbehörde den Stadtteilschulen nicht das Nachmelden untersagt hätte."

In einem Punkt ist aber Dora Heyenn mit Schulsenator Rabe einig: "Freuen tut sich DIE LINKE mit Schulsenator Rabe, dass die Zahl der Schülerinnen und Schüler an Privatschulen rückläufig ist. Allerdings müsste der Senat mehr unternehmen, damit das staatliche Schulwesen wieder attraktiver wird. Dies ist gerade für Eltern mit kleinem Geldbeutel wichtig."