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23. Februar 2015 Bürgerschaftsfraktion

Schulanmeldungen: Senator Rabe wirft Nebelkerzen!

Schulsenator Rabe hat die Zahlen der Anmelderunde 2015 erst nach der Bürgerschaftswahl bekannt gegeben.
 
Dazu erklärt Dora Heyenn, bildungspolitische Sprecherin und Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Warum erst jetzt? Wahrscheinlich waren die Zahlen nicht nach dem Geschmack des SPD-Senats. Dieser hatte immer wieder verkündet, die Stadtteilschulen zu einer ‚attraktiven Schulform‘ bzw. zu einem ‚Erfolgsmodell für Hamburg‘ machen zu wollen. Nun zeigt sich: Nur 43,5 % der Eltern haben ihr Kind nach Klasse vier an einer Stadtteilschule, aber 53,1 % an einem Gymnasium angemeldet. Man kann es drehen und wenden, wie man will: Die attraktivste Schulform ist und bleibt das Gymnasium, die Stadtteilschule ist (leider) nur zweite Wahl. Ein Erfolgsmodell sieht anders aus.“
 
Weiter erklärt Sabine Boeddinghaus von der LAG Bildung der LINKEN: „Dabei ist noch gar nicht berücksichtigt, dass in den 43,5 % der Stadtteilschulen viele Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf stecken. Leider hat Schulsenator Rabe die genauen Zahlen dazu verheimlicht. Würde man die Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf herausrechnen, würde die Stadtteilschulen noch schlechter abschneiden.
 
Das Zwei-Säulen-Modell von zwei angeblich gleichwertigen Säulen aus Stadtteilschulen und Gymnasien ist gescheitert. Wir brauchen die Eine Schule für Alle. Solange wir diese nicht haben, muss der SPD-Senat erheblich mehr Geld für Stadtteilschulen bereitstellen. Als erster Schritt ist eine Doppelbesetzung mit Lehrkräften an Stadtteilschulen nach dem Modell der Integrationsklassen notwendig. Das Geld könnte sofort aus der Rückführung der exorbitanten Privatschulförderung in Hamburg locker gemacht werden.“