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14. März 2012 Bürgerschaftsfraktion

Schluss mit der Märchenstunde: Vattenfall abschalten, auch bei den Lesetagen

Heute wurde "Lesen ohne Atomstrom - die erneuerbaren Lesetage 2012", die Gegenveranstaltung zu den Vattenfall-Lesetagen vorgestellt. Viele prominente Autoren wollen auf renommierten Bühnen der Stadt vom 10. bis 18. April Vattenfall die Leviten lesen und gegen den "Kulturmissbrauch" des Atomkonzerns Vattenfall, gegen die so genannten Vattenfall-Lesetage, protestieren. Die Linksfraktion begrüßt dieses Engagement und kritisiert die unkritische Haltung des Senats gegenüber dem Energiekonzern: Auch in diesem Jahr unterstützt Hamburg wieder die Vattenfall-Lesetage und ignoriert dabei die wachsende öffentliche Kritik an dem Energiekonzern und der Veranstaltungsreihe.

Dazu erklärt Norbert Hackbusch, kulturpolitischer Sprecher der Linksfraktion und Vorsitzender des Kulturausschusses: "Die rostigen Fässer im Atomkraftwerk Brunsbüttel zeigen es noch einmal: Vattenfall muss abgeschaltet werden! Stattdessen plant der SPD-Senat eine strategische Allianz mit Vattenfall im Bereich der Strom- und Fernwärmenetze. Und die Kultursenatorin Barbara Kisseler hübscht das ganze mit ihrer Unterstützung der Vattenfall-Lesentage auch noch auf."

Die Senatorin nennt die Lesetage des Atomkonzerns einen "Höhepunkt im Kulturjahr der Hansestadt" und weigert sich zu der Sponsoringfunktion dieses Events Stellung zu nehmen. Sie behauptet, der Konzern wolle doch nur Geld für die Kultur ausgeben.

"Hat sich die Senatorin angesichts der kritischen Debatte über Sponsoring überhaupt Gedanken gemacht? Ist ihr aufgefallen, dass die Deutsche Bahn sich aus Sponsoring herausgezogen hat? Kommt die Senatorin nicht auf die Idee, dass Vattenfall gern einen Höhepunkt im Kulturjahr der Hansestadt finanziert, um auf immer und ewig die Netze der Stadt in der Hand zu haben? Dagegen bildet sich eine kräftige Gegenbewegung, von Lesetage selber machen bis Lesen ohne Atomstrom, die wir ausdrücklich begrüßen", schließt Hackbusch.