Zurück zur Startseite

Kontakt zur Pressestelle

DIE LINKE,
Landesverband Hamburg
Pressestelle,
Martin Wittmaack
Wendenstr. 6 • 20097 Hamburg
presse@die-linke-hamburg.de
+49 -(0)176 - 600 22 592

 
1. September 2008 Bürgerschaftsfraktion

Schließung von Subway gefährdet Menschenleben - Senat zum sofortigen Handeln aufgefordert

Obwohl Senator Wersich der Suchtberatungsstelle Subway vor wenigen Wochen keine Überlebenschance mehr gegeben hat, kommt der vom Senat angeforderte Prüfbericht über Subway zu dem Ergebnis, dass der Weiterbetrieb dringend erforderlich und wirtschaftlich möglich ist.

Die Überschuldung ist bei weitem nicht so hoch, wie immer wieder von Senat und Behörde suggeriert wurde. Würden die noch ausstehenden Gelder zeitnah ausgezahlt, könnte Subway problemlos weiterarbeiten. Die Prüfer halten es für 'notwendig, dass es zu einer zeitnahen Wiederaufnahme der Beratungsstelle kommt': Die Klienten sind älter, kränker und mit deutlich erhöhten Verhaltens- und ambulanten Suchthilfeproblemen belastet, als diese durchschnittlich im Bereich der ambulanten Suchthilfen der Fall ist. Der Behördensprecher Rico Schmidt allerdings lässt sich in der Presse wie folgt zitieren: 'Es gibt keinen neuen Sachstand. Eile ist nicht geboten, wir sehen keine unmittelbare Gefährdung.'

Kersten Artus, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, erklärt hierzu: "Ich bin entsetzt über die Aussage des Behördensprechers. Alle Informationen aus dem Prüfbericht sprechen dafür, dass keine Zeit verloren gehen darf. Es muss dringend Geld her und es sind auch keine Unsummen, um die es geht. Subway muss bleiben, weil die Klientel, die dort betreut wird, nicht einfach auf andere Einrichtungen aufgeteilt werden kann und darf. Es geht klar aus dem Bericht hervor, um was für gefährdete Klientel es sich handelt. Ich fordere den Senat auf, umgehend die Förderung wieder aufzunehmen. Es geht um Leben und Tod, denn Subway ist für diese sehr kranken und sehr armen Menschen, die aufgrund ihrer schweren Sucht als behindert bezeichnet werden müssen, lebensrettend. Grundsätzlich muss zudem darüber nachgedacht werden, dass die Finanzierung künftig nicht mehr pauschal als Zuwendung, sondern per Leistungsvertrag pro Fall oder als persönliches Budget gezahlt wird. Das ist bedarfsgerechter."