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17. März 2016 Fraktion Wandsbek

Schließung der Kundenzentren Bramfeld und Walddörfer war nicht notwendig

Die Linksfraktion hat mittlerweile drei Kleine Anfragen zu der temporären Schließung der Kundenzentren gestellt (Drs. 20/1901, 20/2345 und 20/2481).
Aus den Antworten des Bezirksamts auf die Anfragen geht hervor, dass die Begründung der Bezirksamtsleitung bezüglich der Notwendigkeit der temporären Schließung nicht nachweisbar ist. Das Bezirksamt hatte die temporäre Schließung der Kundenzentren mit einem Anstieg von Kundenbedarfen in den Sommermonaten gerechtfertigt – durch die
Verlagerung von MitarbeiterInnen auf die übrigen Kundenzentren würden weitere Terminmöglichkeiten entstehen. Die Auswertung der Statistik der letzten fünf Jahre in Bezug auf die aufkommenden Geschäftsfälle in den Kundenzentren in Wandsbek zeigt einen solchen Anstieg nicht.


Julian Georg, Fraktionsvorsitzender: „Es ist nicht zu fassen, dass die Begründung für die Schließung der Kundenzentren nachweislich nicht zutrifft. Es hat einen solchen, von der Bezirksamtsleitung genannten, regelmäßigen Anstieg des Kundenaufkommens in den Sommermonaten nicht gegeben, das zeigt der Blick in die Statistik. Die Schließung der Kundenzentren Bramfeld und Walddörfer in den Sommermonaten 2015 war demnach absolut unnötig. Es wurden nicht vorhandene Bedarfe vorgetäuscht.“


Die Anfrage hat auch ergeben, dass grundsätzlich keine Termine für sogenannte Spontankunden, also Kunden ohne Terminbuchung über das Internet, freigehalten werden. Die Linksfraktion hat immer betont, dass die Terminbuchung ein sinnvoller Zusatz ist, die Möglichkeit auch ohne Termin ein Kundenzentrum aufzusuchen aber nicht ersetzen darf. Die Antwort auf die Kleine Anfrage Drs. 20/2481 bringt zudem eine gute Nachricht für alle
Bramfelderinnen und Bramfelder: Für das Mietverhältnis des Gebäudes an der Herthastraße 20 besteht kein Sonderkündigungsrecht, sodass das Kundenzentrum Bramfeld mindestens bis zum Sommer 2021 geöffnet bleibt.
Die Linksfraktion Wandsbek begrüßt, dass der Senat die Hamburger  Kundenzentren nach jahrelanger Kritik aus der Opposition nun personell stärken will: „Wir freuen uns, dass der Senat nach langsam zur Vernunft kommt und die Missstände in den Kundenzentren anfängt ernst zu nehmen. Die Einstellung nach dem Gießkannenprinzip – 20 MitarbeiterInnen für 20
Kundenzentren – ist jedoch nichts mehr als öffentlichkeitswirksame Symbolpolitik. Es bedarf einer soliden Ermittlung des tatsächlichen Personalbedarfs mit einer politischen Zielsetzung. Beispielsweise einer konkreten maximalen Wartefrist für Termine von drei Wochen, die nicht
überschritten werden soll. Anhand derartiger Vorgaben kann dann das Personal aufstockt werden, um dieses Ziel zu erreichen“ so Georg abschließend.

Die Linksfraktion Wandsbek wird zur nächsten Sitzung der Bezirksversammlung einen Antrag einbringen, der u.a. vom Bezirksamt Wandsbek solch eine Personalbedarfsermittlung fordert.