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27. Mai 2010 Bürgerschaftsfraktion

Schließung Altonaer Museum: Senat hinterlässt kulturpolitische Schneise der Verwüstung

Das heutige Interview mit Torkild Hinrichsen, dem Direktor des Altonaer Museums ist ungeheuerlich. Der Senat feiert die Kostenexplosion der Elbphilharmonie und hinterlässt gleichzeitig eine Schneise der Verwüstung in der Kulturpolitik.

Nach den Auseinandersetzung um die Brandschutzklappen in der Galerie der Gegenwart, der geplanten Schließung des Hafenmuseums für den Sommer, den Gerüchten um die Schließung des Museums der Arbeit in Barmbek - jetzt der nächsten Paukenschlag: das Altonaer Museum muss mit "großer Wahrscheinlichkeit ab dem 11. Oktober für mindestens zweieinhalb Jahre geschlossen werden".

Norbert Hackbusch, kulturpolitischer Sprecher, ist entsetzt und wird eine Kleine Anfrage zu diesem Komplex einreichen: "Ich sehe mit Entsetzen wie gestört das Verhältnis der Senatorin und der Kulturbehörde zu den Institutionen der Stadt geworden ist. Ein solches Interview ist ein Schlag ins Gesicht der Senatorin. Die erklärten Brandschutzmaßnahmen sind unglaubwürdig, da wir bereits jahrelange Teilschließungen aufgrund von Baumaßnahmen hatten und dabei solche Maßnahmen durchgeführt hätten werden müssen und können. Die befürchtete Schließung des Altonaer Museums gefährdet die Museumslandschaft Hamburgs."

Gerade die besondere Geschichte von Altona braucht ein spezielles Museum. Es werden jetzt die Befürchtungen bestätigt, dass mit der Gründung der Stiftung Hamburger Museen die Vielfalt der Museumslandschaft unter die Räder kommt.

"Die Kulturbehörde und die regierenden Parteien behandeln die Museen ausschließlich wie Kostenstellen. Damit gefährden sie den Bestand der Museumskultur und behandeln die Beschäftigten und die vielen ehrenamtlichen Menschen wie Milchkühe", schließt Hackbusch.