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25. Oktober 2012 Bürgerschaftsfraktion

Schlaflos in Hamburg: Senat muss städtischen Leerstand für Studis und Azubis nutzen!

Heike Sudmann

Zu Semester- und Ausbildungsbeginn zeigte sich deutlich: Hamburg hat nicht nur ein Problem auf dem „normalen“ Wohnungsmarkt, sondern auch bei Studierenden und Auszubildenden. „Es ist nicht hinnehmbar, dass in der reichsten Stadt Europas junge Menschen wie NomadInnen von WG zu WG, von Sofa zu Sofa ziehen müssen statt sich auf Ausbildung oder Studium konzentrieren zu können“, kommentiert Heike Sudmann, wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. Der Grund: Die Zahl der Studierenden in Hamburg ist in den vergangenen drei Jahren um fast 20 Prozent gestiegen, von rund 72.000 auf 85.000.  Die Zahl der Wohnheimplätze beim Studierendenwerk und anderen Trägern ist mit rund 6.000 annähernd konstant geblieben. Damit gibt es nicht einmal für die rund 28.000 Studierenden, die wegen des Studiums nach Hamburg ziehen müssen, ein ausreichendes Angebot.

Die Mietpreise übersteigen längst den BAFöG-Höchstsatz von 670  Euro, in dem eine Wohnpauschale von 224,- Euro enthalten ist“, erklärt Sudmann. Hamburger StudentInnen müssen laut der 19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks durchschnittlich 345 Euro Miete zahlen, damit liegen sie bundesweit auf Platz 2. „Da dem Studierendenwerk keine städtischen Grundstücke zur Verfügung gestellt werden, sind auch die Mieten in neuen Wohnheimen relativ hoch“, beklagt die Fachpolitikerin. „Konnten früher die Studierenden noch jobben, lässt das Bachelor und Master-System das heute nicht mehr zu. Kein Wunder, dass der Anteil Studierender aus wohlhabenden Elternhäusern weiter steigt.“ Damit nicht der Geldbeutel der Eltern über die Bildung der Kinder entscheide, müsse der Senat aktiver werden.

Da das bisherige Programm des Senats zur Förderung studentischen Wohnens nicht ausreicht, schlägt DIE LINKE eine effektive Sofortmaßnahme vor:  Leerstehende städtische Büroflächen sollen – gegebenenfalls  auch vorübergehend – als Wohnheimen umgenutzt werden.  Einen entsprechenden Bürgerschaftsantrag (s. Anhang) hat die Linke gestern eingereicht.