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5. Mai 2015 Bürgerschaftsfraktion

„Schicksal der PatientInnen muss oberste Priorität haben“

NicoLeHe / pixelio.de

Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks hat heute erklärt, wesentliche Vorwürfe gegen die Asklepios-Klinik St. Georg in Bezug auf die Unterbestrahlung von Patienten seien ausgeräumt. „Mehrfach hat die Senatorin betont, dass die Fehlbestrahlung nicht für den Tod eines Patienten oder einer Patientin verantwortlich sei. Aber erst auf Nachfragen von JournalistInnen ist sie auf die schwerwiegenden Folgen für die PatientInnen und ihre Angehörigen eingegangen. Da gibt es nichts schönzureden, das ist vollkommen unangemessen“, erklärt dazu Deniz Celik, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Man kriegt den Eindruck, dass der Senatorin der Ruf des Gesundheitsstandort Hamburg mehr Sorgen macht als die Folgen der Fehlbestrahlung für die PatientInnen.“

Es sei ein Hohn für die Betroffenen, dass wiederum erst auf Nachfrage eingestanden wurde, dass das angestrebte Behandlungsziel der Schmerzlinderung und Verbesserung der Krankheitssituation bedauerlicherweise nicht erreicht werden konnte. „Es ist unerlässlich, dass auch bei schwerkranken Menschen mit wenig Aussicht auf Heilungserfolg die Verbesserung der Lebenssituation durch Schmerzlinderung und die Lebenszeitverlängerung oberste Priorität besitzen“, so Celik. „Allein die Verfehlung dieser Behandlungsziele – unabhängig davon, ob die Fehlbestrahlungen für den Tod der PatientInnen verantwortlich sind oder nicht – machen das Ausmaß des Skandals deutlich. Es sind noch einige Fragen offen und die müssen vollständig aufgeklärt werden.“ Die Fraktion DIE LINKE wird daher den Antrag auf Vorlage der entsprechenden Akten der Behörde unterstützen.