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27. November 2013 Bürgerschaftsfraktion

„Scheele weigert sich, über Alternativen nachzudenken“

Sozialsenator Scheele will auch nach der kontroversen Debatte im Kinder-, Jugend- und Familienausschuss weiterhin in Eigenregie ein geschlossenes Heim für Jugendliche aus Hamburg errichten. „Scheele liegt mit seinem Ansatz völlig falsch. Das Konzept der Geschlossenen Unterbringung ist ohne jeden Zweifel gleich mehrfach gescheitert“, kritisierte Mehmet Yildiz, jugendpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, in der heutigen Bürgerschaftssitzung. „Das beweist die Feuerbergstraße, das beweist die Haasenburg. Nur der Senator will das immer noch nicht einsehen. Er weigert sich standhaft, sich mit Alternativen zu beschäftigen. Er verfolgt weiter die Linie: Wenn wir mit Kindern nicht zurechtkommen, diffamieren wir sie pauschal als kriminell und sperren sie weg.“

Yildiz schlug stattdessen einen Kooperationspool verschiedener Träger für eine einzelfallgerechte Betreuung vor. „Bisher läuft es so: Wenn ein Träger mit einem schwierigen Kind oder Jugendlichen nicht zurechtkommt, schiebt er sie weiter zum nächsten. Und irgendwann landen sie dann in der Geschlossenen Unterbringung oder im Gefängnis.“ Es gibt in Hamburg aber Träger die bereit sind, koordiniert zu arbeiten und gemeinsam nach passenden Maßnahmen für jeden einzelnen Jugendlichen zu suchen. „Das Einsperren in Heimen macht Kinder und Jugendliche erst richtig kaputt, das hat sich über die Jahre unwiderlegbar erwiesen“, so Yildiz. „Das müsste doch auch Senator Scheele endlich verstehen.“