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15. Januar 2013 Bürgerschaftsfraktion

Sanierung der Frauenhäuser war überfällig

Der SPD-Senat hat heute bekanntgegeben, endlich alle fünf Hamburger Frauenhäuser zu sanieren. „Ob das bereitgestellte Geld ausreicht, werden wir über die Bürgerschaft prüfen“, sagt Kersten Artus, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Insgesamt sind die Schritte beim Opferschutz jedenfalls viel zu zaghaft.“ Die Frauenhäuser seien überfüllt, vor allem migrantische Frauen bekämen keine Mietverträge, Frauen unter 25 Jahren könnten nicht eigenständig finanzielle Hilfen beantragen. „Die Sanierung der Frauenhäuser ist richtig, sie war überfällig“, so die Frauenpolitikerin. „Jetzt müssen auch die Strukturen verbessert werden, die den Opferschutz verwalten. Grundsätzlich gilt aber: Häusliche Gewalt muss bekämpft werden, bevor ein Mensch zum Opfer wird.

So benötigten die Fachleute im Opferschutz dringend eine konkrete, auch monetäre, Aufwertung ihrer Arbeit und ihrer Arbeitsbedingungen. „Dazu gehört auch eine tarifgerechte Bezahlung, die durch den Senat sichergestellt wird“, fordert Artus. Nachholbedarf gebe es auch bei den Beratungsstrukturen, bei der Sensibilisierung der Polizei oder der Bereitstellung von kostengünstigem Wohnraum. „Die von Partnergewalt betroffenen Menschen warten vergeblich darauf, dass sie bessere Hilfen bekommen, um sich aus Gewaltbeziehungen zu lösen“, kritisiert die Fachabgeordnete. „Diese Hilfen sind dringend notwendig, weil die Probleme bei Partnergewalt sehr vielschichtig sind: Dazu gehören Traumatisierung, häufig Gewalterfahrung in der eigenen Kindheit, ökonomische Abhängigkeit oder auch die Tabuisierung des Themas.