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27. August 2008 Landesvorstand, AG Migration und Flucht

Rückkehr-Visum verweigert, weil sie in die Schule gehen wollen!

Die nach 8 Jahren Aufenthalt in Hamburg unter fragwürdigen Umständen am 31.3.08 zusammen mit ihrem Vater abgeschobenen armenischen Kinder Grigorjan, sollten wieder zurückkehren dürfen. Deshalb gingen sie gestern in die deutsche Botschaft in Armenien, um ihr Visum abzuholen. Die beiden Kinder wurden gefragt, was sie machen wollen, wenn sie zurück in Hamburg sind. Ihre Antwort: 'Endlich wieder in die Schule gehen.' Daraufhin wurde ihnen das Visum verweigert. Begründung: Damit sei ja klar, dass sie in Hamburg bleiben wollen. Aus dem Vorgang lässt sich erkennen, dass die Behörde keineswegs eingelenkt hat, sondern sie betreibt nach wie vor die Abschiebung der Kinder und der ganzen Familie.

Gegen diese zynische, unwürdige und absprachewidrige Vorgehensweise der Behörde, protestiert DIE LINKE. Zaman Masudi, Sprecherin der AG Migration und Flucht: "Wir fordern, dass die Behörde ihre Zusagen gegenüber den Kindern Grigorjan  einhält und Augenmaß bewahrt. Wir verlangen, dass die Kinder sofort zurück kommen dürfen, um zur Schule gehen zu können. Ein bisschen Menschlichkeit wird nicht zum Nachteil Deutschlands sein."

Wenn einerseits die aus Armenien stammende prominente Boxerin Susianna Kentikian, schnellstens und problemlos die deutsche Staatsbürgerschaft erhält und wenn andererseits schutzwürdige Kinder aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen, Familien bedenkenlos getrennt werden, wird klar, dass in der Hamburger Ausländerbehörde mit zweierlei Maß gemessen wird.

Zaman Masudi abschließend: "Diese Behördenpraxis ist zynisch, unwürdig und unerträglich. Wir fordern, dass die Ausländerbehörde den Kindern der Grigorjans und ihrer ganzen Familie das uneingeschränkte Aufenthaltsrecht erteilt."