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5. Februar 2014 Bürgerschaftsfraktion

Riskantes Olympia-Abenteuer nicht ohne Volksbefragung!

Mehmet Yildiz ist sportpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft.

Erneut fordern interessierte Kreise eine Bewerbung Hamburgs für die Olympischen Sommerspiele. Dabei zeigen die Spiele in Athen 2004 und in London 2012: Allein die Bewerbungskosten gehen in die Milliarden, von der Austragung ganz zu schweigen. „Olympische Spiele sind ein kostspieliges Abenteuer und die finanziellen Risiken sind enorm“, erklärt dazu Mehmet Yildiz, sportpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Die Erlöse zapft das IOC ab, die Kosten für die milliardenschweren Infrastrukturmaßnahmen werden den hamburgischen SteuerzahlerInnen aufgebürdet.“ Deshalb lehnt es die Fraktion DIE LINKE entschieden ab, kostenintensive Prestigeprojekte ohne nachhaltige Wirkung für die Bevölkerung zu veranstalten und Hamburg damit möglicherweise an den Rand der Insolvenz zu treiben. „Wir fordern Sportsenator Neumann und Bürgermeister Scholz daher auf, auf Bewerbung und Ausrichtung der Spiele 2024 und 2028 zu verzichten und das Geld lieber in den Breitensport zu investieren“, so Yildiz. „Falls sie aber eine Bewerbung ernsthaft erwägen, muss es zumindest eine Volksbefragung geben, damit die Hamburgerinnen und Hamburger entscheiden können. Wir werden einen entsprechenden Antrag an die Bürgerschaft stellen.“

Yildiz verweist auf die Senatsantwort auf seine Schriftliche Kleine Anfrage (Drs. 20/10661) zu den Bewerbungskosten für Großveranstaltungen im Sportbereich: „Hamburg hat in den letzten zehn Jahren allein für die Bewerbung um die Austragung verschiedener Sportveranstaltungen fast vier Millionen Euro ausgegeben, während kleine und mittlere Vereine keine geeigneten Sportplätze und –hallen bekommen. London musste allein für die Olympia-Bewerbung 1,9 Milliarden berappen – dagegen sind die Kosten für den Bau der Elbphilharmonie schon fast Peanuts.“ Hamburg brauche viel dringender Sportförderprogramme für benachteiligte Kinder, eine ordentliche Sportinfrastruktur und beste Rahmenbedingung für den Breitensport, damit alle Hamburgerinnen und Hamburger den Sport betreiben können, den sie möchten, so der Sportpolitiker. „Wir brauchen kein öffentliches Förderprogramm für Großunternehmen und Hotellobby zulasten der Stadtkasse.“