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4. November 2013 Bürgerschaftsfraktion

Rabe rechnet schlechte Untersuchung schön

Schulsenator Rabe hat heute die Zahlen der Schulabgängerbefragung 2013 vorgelegt. „Wenn nur 39 Prozent der Schulabgängerinnen und -abgänger einen Ausbildungsplatz bekommen haben, kann man nicht wie Schulsenator Rabe von einem ‚guten Wert‘ reden“, kritisiert Dora Heyenn, bildungs-politische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Nach wie vor landen mehr Hamburger Jugendliche in Warteschleifen als in einer betrieblichen Ausbildung. Der Senat hat zwar eine Reform der beruflichen Bildung versprochen – aber Hamburg bleibt ein Warteschleifenland.“

Nach den Zahlen von Schulsenator Rabe ist die Zahl der SchulabgängerInnen in Ausbildung von 25 Prozent im Vorjahr auf jetzt 39 Prozent gestiegen. „Diese Verbesserung ist eine rein rechnerische, keine reale“, so Dora Heyenn. „Denn im Schuljahr 2011/12 gab es SchulabgängerInnen aus den neunten und zehnten Klassen, seit diesem Jahr aber nur noch aus den zehnten. Das ist eine völlig andere Ausgangslage.“ In realen Zahlen konnten in diesem Jahr nicht mehr, sondern weniger SchulabgängerInnen eine betriebliche Ausbildung beginnen: 868 gegenüber 918 im Vorjahr.

Die Schulabgängerbefragungen wurden vor drei Jahren auf Druck der Fraktion DIE LINKE eingeführt. Sie zeigen im Gegensatz zu den geschönten Zahlen von Arbeitsagentur und Kammern ein ehrliches und zuverlässiges Bild der Ausbildungsversorgung der Hamburger SchulabgängerInnen. „Und seit  drei Jahren sind die Ergebnisse schlecht“, erklärt Dora Heyenn. „Die vom SPD-Senat ergriffenen Maßnahmen zur Verbesserung der Ausbildungssituation wie verbindliche Berufsorientierung in Stadtteilschulen sind überkommen und fehlgeschlagen. Der SPD-Senat muss endlich für mehr Ausbildungsplätze sorgen. Das geht zum Beispiel im Hamburger Ausbildungsplatzprogramm oder in der Berufsqualifizierung.“