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29. Juni 2016 Bürgerschaftsfraktion

Rabe muss Appell der Stadtteilschulleitungen ernst nehmen!

Sabine Boeddinghaus, bildungspolitische Sprecherin und Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft

Die Abschaffung der verheerenden Konkurrenzstellung von Stadtteilschulen und Gymnasien fordern 51 der 59 Hamburger Stadtteilschulleitungen in einem Grundsatzpapier. „Das ist ein Fanal, das die Politik sehr ernst nehmen muss“, sagte in der heutigen Aktuellen Stunde Sabine Boeddinghaus, bildungspolitische Sprecherin und Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Lange hatte der Senat gehofft, er könne mit  Verweis auf den so genannten Schulfrieden die berechtigte Kritik am bestehenden Zwei-Säulen- Modell im Keim ersticken. Doch jetzt gehen Expert_innen an die Öffentlichkeit, die sich tagtäglich mit all ihrer Kraft, Engagement und Herzblut der intensiven Förderung ihrer Schüler_innen widmen. Sie werfen zurecht die Frage auf, wie eine mittlerweile immer kleinere, sozial ausgelesenere Gruppe von Schüler_innen, die selber mit etlichen Beeinträchtigungen zu kämpfen haben, nun noch die Inklusion nahezu alleine meistern soll, wenn sich die Eltern der leistungsstarken Schüler_innen zunehmend von den Stadtteilschulen abwenden. Das kann und wird nicht gelingen.“

Während der Senator hilflos abwiegelt und an den Problemen vorbeiredet, fordert die FDP, die Stadtteilschulen sollten sich wieder verstärkt auf den mittleren Bildungsabschluss konzentrieren, die CDU warnt frei von Argumenten vor der „Einheitsschuldebatte“. „Diese Reflexe sind ja leider nichts Neues“, so Boeddinghaus. „Neu ist die klare Haltung der Stadtteilschulleitungen, die aber von fast allen Fraktionen schlicht ignoriert und nicht ernst genommen wird. Stattdessen werden die Schulleitungen belehrt und diffamiert. Was für mich aber wirklich unerträglich ist, dass es im 21. Jahrhundert immer noch nicht möglich sein soll, auch über eine Weiterentwicklung der Schulform ,Gymnasium‘ zu diskutieren. Dafür sorgt DIE LINKE, versprochen!“