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7. Oktober 2011 Bürgerschaftsfraktion

Puppentheater wird zur Behördenposse

http://puppenspiel-portal.eu/

Die Auseinandersetzung um das Hamburger Puppentheater entwickelt sich zu einer Behördenposse. Es gibt kaum jemanden, der nicht vom Hamburger Puppentheater schwärmt. Im letzten Jahr wurde es mit dem Kulturpreis des Bezirksamtes Nord ausgezeichnet. Trotzdem, trotz frisch renovierter Räumlichkeiten und bester Auslastung (ca. 120 Vorstellungen im Jahr) hat Hamburgs einziges Puppentheater zum Ende des Jahres die Kündigung seiner Räumlichkeiten erhalten, da die Sozialbehörde aus Einsparungsgründen das Haus aufgeben will. Die Fraktion DIE LINKE kritisiert scharf, dass damit nach den geplanten Kulturkürzungen des letzten Jahres erneut eine wichtige Institution der Kinder- und Jugendkultur in ihrer Existenz bedroht ist.

Nach wie vor gibt es kein Nutzungskonzept für die Räume im Hause Flachsland, die das Puppentheater verlassen soll. Nach wie vor gibt es keinen passenden alternativen Spielort.
Seit 24 Jahren hat das Hamburger Puppentheater als vitales Zentrum für Puppenspiel, aber auch Puppenbau und als Institution für Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Haus der Jugend Flachsland im Hamburger Stadtteil Barmbek seinen Platz gefunden. Nun droht ein Ende - denn wie soll das Theater ohne Spielstätte weitermachen? Und wie soll das Theater weiter planen?

"Die Kulturbehörde will, die Sozialbehörde versteckt sich, der Bezirk Nord will eigentlich - aber das Puppentheater ist gekündigt und dann steht das Haus am Flachsland leer. Das ist eine Provokation gegenüber der Kinder- und Jugendkultur in Hamburg. Gutes Regieren ist das bestimmt nicht", erklärt Norbert Hackbusch, kulturpolitischer Sprecher und Vorsitzender des Kulturausschusses der Hamburgischen Bürgerschaft.

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