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4. November 2010 Bürgerschaftsfraktion

Psycho-Marketing-Methoden bei der Hamburger Sparkasse stoppen!

Die Hamburger Sparkasse soll nach einem Bericht von NDR-Info ihre Kunden in sieben psychologische Typen einteilen, um ihnen Aktien und Versicherungen besser verkaufen zu können. Grundlage für die Kategorisierung der Kunden sei ein Marketing-Konzept mit dem Namen "Sensus". Die Haspa-Kunden werden demnach in "Abenteurer", "Tolerante", "Disziplinierte", "Hedonisten", "Performer", "Genießer" und "Bewahrer" eingeteilt. Dabei sollen die Haspa-Berater bspw. beim Typ "Bewahrer" "Ängste aufbauen", damit sie ihre Finanzprodukte besser verkaufen können.

Dabei ermittelt der Hamburgische Datenschutzbeauftragte derzeit gegen die HASPA wegen der Weitergabe von Kundendaten an externe Handelsvertreter, die ohne die Einwilligung der Kunden erfolgt ist, wie der NDR im Juli 2010 aufgedeckt hatte.

Christiane Schneider: "Es ist ein Skandal, dass die Hamburger Sparkasse ihre Kunden nach Psycho-Kategorien einteilt und ihnen sogar Angst macht, um Aktien und Versicherungen zu verkaufen. Wir begrüßen es sehr, dass der Hamburgische Datenschutzbeauftragte jetzt wegen des neuen Datenschutzskandals gegen die HASPA ermittelt. Wir verlangen Aufklärung, ob die HASPA die Psycho-Kategorisierung ihrer Kunden anhand von personenbezogenen Daten, insbesondere anhand der ihr vorliegenden Kontoverbindungsdaten, vorgenommen hat."