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30. November 2012 Pressestelle, AG Queer, Bürgerschaftsfraktion

Positiv zusammen leben und arbeiten!

Der Welt-AIDS-Tag am 01.12.2012 steht dieses Jahr unter dem Motto: „Positiv zusammen leben“.....und arbeiten! Ebenfalls am 01.12.2012 kommt der Landesparteitag der Partei DIE LINKE des Landesverbandes Hamburg unter dem Motto: „Umfairteilen: Für eine soziale und solidarische Stadt!“ zusammen. Die Landesarbeitsgemeinschaft queer der Partei DIE LINKE ist dabei mit einem Stand vertreten und macht auf den Welt-AIDS-Tag und auf die Anliegen queerer Menschen in Hamburg aufmerksam. („Queere Menschen“ meint dabei Lesben, Schwule, Bi-, Pansexuelle, Trans*personen und Intergeschlechtliche Menschen.)

Hierzu erklärt die Landessprecherin der Partei DIE LINKE Olga Fritzsche: „Die Landesarbeitsgemeinschaft queer ist wichtiger Teil unserer Partei. Heute steht sowohl das Thema HIV/AIDS an als auch die Frage, wie wir alle gemeinsam für eine soziale und solidarische Stadt eintreten können. Für DIE LINKE gehören die queeren Themen unverzichtbar zu unserem Weg zu einem sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft. Wir kämpfen für einen Politikwechsel, der die Hindernisse endlich aus dem Weg räumt, die einer vollständigen Gleichstellung von queeren Menschen in Hamburg noch im Wege stehen. Diskriminierung von Menschen mit HIV führt zu Angst und Tabus. Wenn es auch für HIV-infizierte und an AIDS erkrankte Menschen soziale Gerechtigkeit und grundlegende soziale Sicherheit gibt, wird auch die HIV-Prävention erfolgreicher sein.

Der Landessprecher der Landesarbeitsgemeinschaft queer und zugleich Bundessprecher Oliver Schade ergänzt: „Die LAG queer kämpft für die gesellschaftliche Akzeptanz geschlechtlicher Vielfalt und unterschiedlicher Lebensweisen. Die uneingeschränkte Gleichstellung queerer Menschen, Partner_innenschaften oder Lebensentwürfen ist unser Ziel. HIV-infizierte und an AIDS erkrankte Menschen sind oft doppelt diskriminiert, zum einen als queerer Mensch, zum anderen als chronisch kranker Mensch. Unser Ziel ist eine Gesellschaft ohne Diskriminierung. Auch wenn immer mehr Menschen mit HIV noch arbeiten können, gibt es daneben auch zunehmend materielle Notlagen. Wir fordern daher, dass Menschen mit HIV und anderen chronischen Krankheiten ausdrücklich unter den Schutz des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes gestellt werden.

Die queerpolitische Sprecherin der Bürgerschaftsfraktion Die LINKE Kersten Artus erklärt: „Die Linksfraktion fordert mehr Aufklärung an den Arbeitsplätzen über HIV und AIDS. Eine Studie der Deutschen AIDS-Hilfe hat gezeigt, dass 61 Prozent der befragten HIV-positiven Menschen ihre Infektion am Arbeitsplatz verschweigen, vor allem aus Angst vor Diskriminierung. HIV und AIDS muss in den Betrieben enttabuisiert werden. Hierfür sind Aufklärung und ein sorgsamer Umgang mit Betroffenen nötig.