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18. November 2008 Bürgerschaftsfraktion

PISA: Wieder ein schlechtes Ergebnis

Am 18. November wurde der deutsche Ergänzungstest zu PISA veröffentlicht. Er vergleicht die Schulleistungen in den 16 Bundesländern. Deutschlandweit besteht eine erhebliche soziale Schieflage, Hamburg landet in allen drei Bereichen, Lesekompetenz, Mathematik und Naturwissenschaften, auf dem vorletzten Platz.

"Erschreckend ist, dass es nach wie vor in Deutschland einen augenfälligen Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft und der Chance von Jugendlichen, ein Gymnasium zu besuchen, gibt", so Dora Heyenn, bildungspolitische Sprecherin der Bürgerschaftsfraktion DIE LINKE.

Angesichts der Zahlen, dass Jugendliche aus der Akademiker- und Oberschicht zu 47 bis 63 Prozent Chancen haben das Abitur zu machen und Fünfzehnjährige aus Familien von ungelernten und angelernten Arbeitern nur zwischen acht 8 und 20 Prozent, fragt man sich, wann die Politik endlich Konsequenzen ziehen will. Hinzu kommt noch die Feststellung, dass Deutschland laut der Studie das OECD-Land ist, in dem Schüler mit Migrationshintergrund am stärksten benachteiligt werden.

"Das gilt für Hamburg im besonderen Maße. Jedes zweite Kind in der Hansestadt hat ein Elternteil, der nicht in Deutschland geboren wurde. Auch hier besteht Handlungsbedarf. Die Probleme werden mit der Einführung des 2-Säulen-Modells nicht gelöst, sie werden eher verstärkt. Darauf lässt der erbitterte Kampf der Gymnasiumsbefürworter gegen die Schulsenatorin schließen", führte Dora Heyenn aus.

Anstatt sich jahrelang mit fragwürdigen Strukturfragen zu beschäftigen, müssen die Lern- und Lehrbedingungen an den Hamburger Schulen endlich verbessert werden. In den Klassen sind zu viele Schüler, die Lehrer haben zu hohe Wochenarbeitsstunden und die Ausstattung ist nicht ausreichend.

"Der Senat muss sich von seinem Fetisch der 'resourcen-neutralen' Bildungspolitik verabschieden und mehr Geld in die Schulen stecken. Bildungsausgaben sind Investitionen in die Zukunft und die sind wir der nachwachsenden Generation schuldig," forderte Dora Heyenn abschließend.