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30. Juni 2015 Bürgerschaftsfraktion

Olympia: „Je konkreter die Pläne, desto größer die Probleme“

Der Unternehmensverband Hafen Hamburg (UVHH) hat dem Senat ein Ultimatum gestellt: Falls dieser nicht bis 15. September neun zentrale Punkte garantiere, würden die Verhandlungen über die Räumung der für Olympia benötigten Flächen beendet. „Die niedlichen, verträglichen Olympischen Spiele, die sich ganz harmonisch in die Stadt einpassen werden, gibt es eben nicht – auch wenn der Senat das wieder und wieder vorbetet“, kommentiert Norbert Hackbusch, hafenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Die Elbphilharmonie hat uns gelehrt: Wer Mammut-Projekte aus dem Boden stampfen will, muss sie vorher genau durchplanen und durchrechnen, nicht nachher. Ganz offensichtlich ist noch nicht mal die Flächenbeschaffung für Olympia richtig durchdacht. Wir fordern den Senat auf, offen zu sagen, welche Konsequenzen Olympia für die Menschen, die Wirtschaft und die Umwelt in Hamburg wirklich haben wird und was das alles wirklich kosten wird. Sonst ist die Volksbefragung Ende November eine reine Farce.“

Die Olympia-Bewerbung Hamburgs hat zwei grundsätzliche Probleme: die hohen Kosten und ein hoher Flächenbedarf in einem (zumindest auf kurze und mittlere Sicht) prall gefüllten Hafen. Diese Probleme werden durch den engen Terminplan noch potenziert. „Die letzten Wochen haben gezeigt: Je konkreter die Pläne werden, desto größer werden die Probleme“, so Hackbusch. „Der UVHH hat jetzt auf ein weiteres unterschätztes Problem hingewiesen: Die Verkehrswege im Bau und während der Spiele. Die letzten Jahre waren geprägt von Beschwerden über mangelhafte Verkehrsanbindung des Hafens ans Hinterland. Das spitzt sich mit den Plänen zu, zumal für Olympia auch Gleise der Hafenbahn abgebaut werden sollen.“