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23. September 2015 Bürgerschaftsfraktion, NOlympia

Olympia im Hafen: Kostenschätzungen steigen massiv

Die Finanzbehörde beziffert die Kosten für die nötige Verlagerung von Hafenbetrieben für den Bau der Olympia-Stätten auf dem Kleinen Grasbrook inzwischen mit 1,1 bis 1,5 Milliarden Euro. Das erklärte gestern der Präsident des Unternehmensverbands Hafen Hamburg, Gunther Bonz. „Das entspricht schon den Kosten von fast zwei Elbphilharmonien“, erklärt dazu Norbert Hackbusch, haushaltspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Bisher war behauptet worden, insgesamt wäre alles für eine Milliarde zu machen – und jetzt liegt die erste reale Schätzung weit darüber. Weitere kräftige Steigerungen im Laufe der Jahre dauernden Verlagerung wären alles andere als eine Überraschung.“

Mit den einzusetzenden 1,5 Milliarden sei im Hafen noch kein einziges Olympia-Gebäude entstanden, keine Straße und keine Brücke. „Wahrscheinlich ist in dieser Summe noch nicht mal die Untersuchung des Geländes nach Weltkriegsbomben und anderen Gefahren enthalten“, so Hackbusch. „Neue Arbeitsplätze entstehen damit auch nicht, im Gegenteil werden aller Wahrscheinlichkeit nach fast 200 Arbeitsplätze in Steinwerder verschwinden. Und dann kommen erst noch die Kosten für die eigentliche Olympia-Infrastruktur drauf. Das Beispiel Hafen zeigt: Olympia wird ein riesiges finanzielles Abenteuer für Hamburg und seine Steuerzahlerinnen und Steuerzahler.“