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14. Dezember 2010 Bürgerschaftsfraktion

Obdachlose im Bunker

Aufgrund der Schilderungen im Hamburger Abendblatt über die katastrophalen Zustände in dem für Wohnungslose geöffneten Bunker am Hachmannplatz greift Dr. Joachim Bischoff, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE die CDU scharf an:

"Der Hamburger Senat hat es sich leicht gemacht und öffentlichwirksam seine Handlungsbereitschaft demonstriert. Dabei ist der menschenwürdige Umgang mit Obdachlosen auf der Strecke geblieben. Warum müssen in der Stadt der Einkommensmillionäre Menschen wie Vieh zusammengepfercht werden? Ich appelliere an die verantwortlichen Politiker, sich gemeinsam für menschenwürdige Notunterkunftslösungen einzusetzen."

Dafür sollten schnell weitere Möglichkeiten wie leerstehende Schulen oder auch die Anmietung von Hotels in betracht gezogen werden. Auch in finanziell schwierigen Zeiten ist ausreichend Geld vorhanden, um die Folgen des Wohnungsmangels in menschenwürdiger Form kurzfristig abzufedern.

Der sozialpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE Wolfgang Joithe ergänzt hierzu: "Der noch amtierende CDU-Bürgermeister hatte ja schon beim Pressetermin zur Vorstellung des Bunkers als Notquartier peinlichst vermieden, sich selbst ein Bild vom katastrophalen Zustand zu machen. Wir hatten rechtzeitig auf die absehbare Entwicklung hingewiesen und haben ein beheizbares Zelt gefordert anstelle der unterirdischen Stätte. Das würde zwar auch nur vorübergehend helfen, würde aber von den Menschen auch angenommen werden. Das Straßenmagazin "Hinz & Kunzt" hat dank einer Spende bereits fünf Zimmer in einem Monteursheim anmieten können. Das muss der Stadt auch möglich sein - zumal der Bürgermeister bereits wieder Wahlgeschenke an diejenigen verteilt, denen es immer noch besser geht als den Obdachlosen."