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21. September 2011 Bürgerschaftsfraktion

Obdachlose: Geld für Vertreibung statt Unterstützung in Mitte

Obdachlos: Antonin Dick /pixelio

Der Bild-Zeitung zufolge gibt der Bezirk Mitte viel Geld aus, um Obdachlose von der Kersten-Miles-Brücke an der Helgoländer Allee zu vertreiben. Insgesamt 118.000 Euro für Umbaumaßnahmen und jetzt einen Zaun, der allein 18.000 Euro kosten soll und in dem Artikel als  "Anti-Penner-Zaun" und "Punker-Zaun" bezeichnet wird. Die Fraktion DIE LINKE kritisiert diese Maßnahmen scharf.

Cansu Özdemir, sozialpolitische Sprecherin, erklärt dazu: "Statt langfristige Lösungen zu suchen und zu finanzieren die allen Beteiligten helfen, setzt der Bezirk Mitte auf Vertreibung und Ausgrenzung. In vielen Bereich wird gekürzt, aber wenn es darum geht Obdachlose zu vertreiben und weiter auszugrenzen, dann ist plötzlich Geld da. Der Bezirk sollte das Geld stattdessen für langfristige und sozialverträgliche Lösungen verwenden.

Zudem sind die Argumente für den Zaunbau alles andere als überzeugend: Es gäbe Ärger mit Betrunkenen und es würden schwere Straftaten verübt. Warum das gerade an dieser Brücke solche drastischen Maßnahmen rechtfertigen soll, bleibt in unmittelbarer Nähe zur Reeperbahn zweifelhaft."