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6. Mai 2011 Bürgerschaftsfraktion

Notwendiger Tropfen auf den heißen Stein

Schulsenator Rabe hat heute 108 zusätzliche Erzieher- und Sozialpädagogen-Stellen für die Umsetzung des § 12 des Hamburgischen Schulgesetzes vorgelegt. Dazu die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Dora Heyenn: „Wir begrüßen, dass der neue Schulsenator realisiert hat, dass die Schulen und die Lehrkräfte mit der Umsetzung des § 12 völlig allein gelassen wurden. Die Aufstockung der Ressourcen ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber angesichts der dramatischen Situation in den Klassen ist es nichts anderes als ein notwendiger Tropfen auf den heißen Stein.“

In vielen Klassen werden zwar nur einige wenige SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf unterrichtet, aber trotzdem stellt es eine völlig neue Herausforderung für alle Beteiligten dar. Dafür war eine Ausstattung mit 1 ½  Wochenstunden pro Kind völlig unzureichend. „Das Problem ist, dass Senator Rabe die Aufstockung auf 3 Wochenstunden pro Kind ausschließlich mit ErzieherInnen und Sozialpädagogen vornehmen will. Dringend gebraucht werden aber auch Sonderpädagogen, die wissen, wie Kinder mit besonderem Förderbedarf unterstützt werden können“, so Dora Heyenn.

Senator Rabe verwies mit Recht auf die Vorreiterrolle Hamburgs in den 90er Jahren mit der Einführung von Integrations- und integrativen Regel-Klassen. Dazu Dora Heyenn: „Konsequent wäre, wenn die Bedingungen, die für I- und IR-Klassen galten, wieder zum Maßstab genommen würden, nämlich ½ Sonderpädagoge pro Klasse. Darin lag der Erfolg und ohne dem bleibt die Umsetzung des § 12 wohl ein Misserfolg auf ganzer Linie.“

DIE LINKE erwartet, dass das angekündigte Konzept dem Geiste der UN-Menschenrechtskonvention entspricht und alle allgemein bildenden Schulen gleichmäßig an der Inklusion von behinderten SchülerInnen beteiligt werden. Fatal wäre, wenn einige Stadtteilschulen Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf aufnehmen würden und müssten und andere nicht. Das käme einer Entwicklung zu Sonder-Stadtteilschulen gleich. Das hätte verheerende Wirkungen für die Schulstandorte. “