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27. August 2015 Dora Heyenn

Notfallsanitätergesetz (NotSanG) muss zügig umgesetzt werden

NicoLeHe / pixelio.de

Gut 1½ Jahre nach Inkrafttreten des Notfallsanitätergesetzes (NotSanG) gibt es in Hamburg bereits 214 NotfallsanitäterInnen. Insgesamt sollen ca. 1.060 MitarbeiterInnen  nachqualifiziert oder ausgebildet werden.
Die geplanten Kosten dafür werden vom Senat mit 7,5 Mio. € für Maßnahmen in 2014 und 2015 angegeben, so nachzulesen in der Beantwortung einer Kleinen Anfrage (21/1297) der Abgeordneten Dora Heyenn.

Erfreulich ist, dass die Kosten für Aus- und Weiterbildung bei der Feuerwehr vom Arbeitgeber übernommen werden. Offen bleibt, wie sich das bei den ‚anderen Hamburger Schulen' für NotfallsanitäterInnen verhält, die jährlich ca. 44 Personen ausbilden.

"Aus der Antwort ist herauszulesen, dass die Qualität in der medizinischen Versorgung bei Notfällen sich nicht so verbessert hat, wie mit dem NotSanG beabsichtigt.
 Die ausgebildeten NotfallsanitäterInnen können und dürfen in Hamburg entweder nur als "taktische Fahrzeugführer" von Rettungswagen oder wie bisher auf Einsatzmitteln des Rettungsdienstes eingesetzt werden ohne weitere Kompetenzen. Wofür werden sie denn mit hohem finanziellen und personellen Aufwand nachqualifiziert?" Das fragt sich Dora Heyenn.
Im Gegensatz zu anderen Bundesländern, die durch Rahmenlehrpläne und Ausführungsbestimmungen geregelt haben, dass die ausgebildeten NotfallsanitäterInnen auch die eigenverantwortliche Durchführung sowie eigenständige Mitwirkung von invasiven Maßnahmen vornehmen können, sollen in Hamburg die bundesrechtlichen Vorgaben über regelmäßige Besprechungen gewährleistet werden.

Hinzu kommt, dass ein Konzept für § 4 NotSanG erst erarbeitet werden soll. Kurioserweise liegt dabei der Schwerpunkt auf ‚Regelungen zum eigenständigen Durchführen von heilkundlichen Maßnahmen'.  
Dazu die Abgeordnete: "Das reicht nicht. Ziel des Gesetzes  ist eine qualifizierte und flächendeckende medizinische Versorgung auf dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik. Insbesondere für die Erstversorgung ist das wichtig. Der Senat muss handeln, gerade wegen der starken Belastung des Rettungsdienstpersonals und der knappen Ressourcen in der öffentlichen Daseinsvorsorge."