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26. März 2009 Bürgerschaftsfraktion, Fraktion HH-Mitte

Neugestaltung der Eisbahn in den Wallanlagen: Breitensport statt Leuchtturmpolitik!

Am morgigen Freitag soll das Ergebnis des europaweiten Wettbewerbs zur Neugestaltung der Eisbahn in den Wallanlagen bekannt gegeben werden. Es steht zu befürchten, dass die Jury sich für ein Konzept entschieden hat, das in die Aufwertungs- und Leuchtturmpolitik des Senats passt, aber die Bedürfnisse der 125.000 SchlittschuhläuferInnen, die die Bahn in der abgelaufenen Saison genutzt haben, außen vor lässt. Bei der Zusammenstellung der Jury war für einen Vertreter der LINKEN angeblich kein Platz.

Unzweifelhaft ist, dass die Eisbahn saniert werden muss. Dabei sollte aber die bisherige Ausrichtung der Eisbahn auf den Breitensport erhalten werden. Das bedeutet erschwingliche Eintrittspreise, (bisher kostete die Familienkarte 9 Euro für zwei Erwachsene und drei Kinder für zwei Stunden), keine Einschränkung der Eisfläche, keine aufwändige Überdachung und keine "Eventkultur" auf dem Gelände.

Tausende von EisbahnnutzerInnen haben sich in den vergangenen Monaten für den Erhalt der Eisbahn in ihrer jetzigen Form und Ausrichtung ausgesprochen. Dieses breite Votum der NutzerInnen darf von der Jury und vom zuständigen Bezirk Mitte nicht einfach ignoriert werden.

Bernhard Stietz-Leipnitz, Bezirksfraktion Mitte, Mitglied des Stadtplanungsausschusses, erklärt: "Wieder einmal müssen wir befürchten, dass alle Bekenntnisse zur 'Sportstadt Hamburg' nichts mit den Bedürfnissen der Menschen zu tun haben. Vielmehr geht es im Zweifel immer um Tourismusförderung und jede Menge kleine Leuchttürme."

Dr. Joachim Bischoff, sportpolitischer Sprecher, ergänzt: "Der große Zuspruch, den die Eisbahn gerade in der letzten Saison erfahren hat - die Zahlen belegen eine 20%ige Zunahme in den vergangenen Monaten - sollte die Jury dazu veranlassen, an diesem erfolgreichen Konzept des bisherigen Betreibers festzuhalten. Wichtig ist eine Unterstützung für die anstehenden Sanierungsmaßnahmen. Völlig überflüssig und kontraproduktiv ist dagegen eine Verkleinerung der Eislauffläche ebenso wie eine teure Umgestaltung, die anschließend die moderaten Eintrittspreise in die Höhe jagt."