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10. November 2015 Bürgerschaftsfraktion, NOlympia

Neuester IOC-Skandal: „Schlag ins Gesicht der Ehrenamtlichen“

Einem Bericht einer unabhängigen Kommission der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) zufolge hat das IOC russische AthletInnen nach Schmiergeldzahlungen nicht für die Olympischen Sommerspiele 2012 in London gesperrt, obwohl sie positiv auf Doping getestet worden waren. Mit diesem neuesten IOC-Skandal steht der Weltsport lauf Handelsblatt „vor einem gewaltigen Beben“. Das IOC zeigt sich völlig überrascht und will von nichts gewusst haben – obwohl der Sachverhalt bereits 2014 in der ARD veröffentlicht wurde, was überhaupt erst zur Gründung der WADA-Kommission geführt hatte. „Wie im Skandal um den DFB und die mutmaßlich gekaufte Fußball-WM 2006 war es nur eine Frage der Zeit, bis das an die Öffentlichkeit gelangt“, erklärt dazu Mehmet Yildiz, sportpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Aber das IOC gibt immer nur scheibchenweise zu, was einfach nicht mehr geleugnet werden kann. Und trotz regelmäßiger Skandale hofiert Hamburg eine Organisation wie das IOC. So zu tun, als wären diese Organisationen neutrale, übergeordnete Partner im Bereich des Sports, ist ein Schlag ins Gesicht aller Ehrenamtlichen, die Tag für Tag uneigennützig im Sinne des Sports aktiv sind. Der Senat muss Konsequenzen aus den ganzen Skandalen ziehen, sonst droht der regionalen Sportentwicklung großer Schaden.“